Ich sehe was, was du nicht siehst!

11 Mai

neue perspektiveIch sehe was was du nicht siehst und das ist ………. eine ganze Menge! Aber genauso wenig wie jemand all das so sieht wie ich etwas sehe, habe ich auch ziemlich wenig Vorstellung davon was ein anderer so alles wahrnimmt. Klingt jetzt etwas kryptisch und nicht ganz durchschaubar? Ja kann sein und da wären wir schon wieder am Anfang! Oder zumindest so ähnlich….

Einzigartig Sehen und Denken

Mein Denken gleicht vielleicht dem einen oder anderen. Aber exakt die Art und Weise, wie ich etwas sehe – oder ich umschreibe das mal allgemeiner – wahrnehme, tue dann letztendlich doch nur ich! Da bin ich mir ziemlich sicher. Wie gesagt in manchen Dingen stimmt man überein, aber niemals in allen Dingen. Dafür sind wir Menschen einfach zu unterschiedlich – zu einzigartig! Die gute Antwort für alle die jetzt ebenfalls so einzigartig sein wollen wie ich: auch ihr seid es – so oder so! Generell dürfte es den Anschein haben, als ob wir nicht wirklich die wahre Wirklichkeit realisieren würden. Jeder von uns hat seine ganz eigene Wahrheit für sich gepachtet. Das Tolle an der ganzen Sache: ich kann jeden Tag aufs Neue “Wahrheiten” und Ansichten entdecken! Denn wie hat Einstein schon so schön gesagt: Es ist absolut möglich, dass jenseits der Wahrnehmung unserer Sinne ungeahnte Welten verborgen sind.

Meine – deine – unsere Wahrheit?

Früher dachte ich immer – ICH sei verkehrt, weil ich viele Dinge anders aufgefasst, interpretiert oder wahrgenommen haben. Aber wenn man es genauer “betrachtet”, dann hat das alles schon seine Richtigkeit gehabt. Zu dem Zeitpunkt war es auch meine eigene Wahrnehmung! Denn jeder von uns ist geprägt von eigenen Erfahrungen und vor allem vom “Geschwafel” und vermeintlichen Erfahrungen anderer Leute (die das selber auch nie wirklich überprüft haben, sondern es einfach übernommen haben und so weiter und so fort). Wie dem auch sei: jeder hat für sich die eine Art von Wahrheit und Wahrnehmung und für jeden ist diese gerade jetzt richtig. Doch jedermanns Wahrheit muss nicht zwangsläufig auch meine sein. Und das schöne am freien Willen ist immer noch der, dass ich so denken und handeln darf, wie ich möchte (klar, vorausgesetzt ich richte hier nicht absichtlich Schaden an…) und nur weil 10 Leute anderer Meinung sind, heißt das noch lange nicht das sie richtig liegen.

Realitätscheck…1, 2, 3…check, check

Dennoch würde ich das Überprüfen der eigenen Realität nicht unbedingt von der Hand weisen. Denn es ist manchmal doch auch so, dass man sich ein klein wenig auf dem Holzweg befinden könnte. Ist man mit der Auffassung und Ansicht allerdings einverstanden – na dann ist alles in Butter und wenn es doch nicht (mehr) passen sollte: einfach mal eine neue Perspektive annehmen. Was da für tolle Sachen, dabei rauskommen können … Auch andere Perspektiven können super spannend sein! Und bitte: nur weil man einmal so eine Ansicht hatte, heißt das noch lange nicht, dass man für ewig darauf beharren muss um ein “fester” Charakter zu sein. Wer wahren Charakter besitzt, gesteht sich auch mal gerne ein, eine neue Sichtweise auszuprobieren.

Also ich entdecke gerne immer wieder neue Sachen. Probiere neue Sichtweisen aus. Ich mach es einfach mal so wie Pippi Langstrumpf: ich mach mir die Welt – ja genau – nämlich so wie sie mir gefällt :)

Neues aus der Karrierewelt

2 Mai

Neuesten Lesestoff von mir findet ihr unter folgendem Link

Arbeitswelt der Frau S: Nicht ohne meinen Perfektionismus!

Viel Spaß beim Lesen und bis bald :)

Der Wunsch

8 Apr

das wünschenIch wünsche mir so sehr. Es ist gar nicht nötig zu sagen um was genau es sich handelt. Ich wünsche es mir einfach. Kein Ausrufezeichen oder dergleichen. Ein Punkt reicht vollkommen aus. Denn es ist weder eine aufdringliche Forderung oder Bitte oder gar Frage. Es ist einfach ein Fakt. Es ist so. Ich wünsche mir. Das einzige was über die Intention und die Stärke meines Wunsches etwas preisgibt ist das “so sehr”. Aber auch hier keine Schnörkeleien. Nicht zu viel aber auch nicht zu wenig. Ich wünsche mir das es so ist. Dabei ist es ja schon so. Am Wunsch selber gibt es da nichts zu rütteln und so drifte ich wieder mal ab. Drifte ab in meine eigene Welt. Voll von Möglichkeiten, Hoffnung und vor allem voll von Erfüllung. Ich sehe mich wie es ist. Es geht ganz leicht. Ich brauche dazu nicht mal meine Augen zu schließen. Ich bin einfach. Tauche tief in meinen Wunsch hinein. Wie ich auftauche spüre ich dass der Wunsch in jede meiner Pore tief eingedrungen ist. Ich stelle fest, ich bin mein Wunsch. Ich mit meinem ganz besonderen Wunsch vereint. Ja ich wünsche es mir – so sehr.

Nachts in New York

25 Feb

Schnee New YorkEinsam und verlassen lag die Straße vor ihr. Eine scheinbar friedliche Ruhe hatte die Stadt New York erfasst. Es war 2 Uhr morgens und es hatte noch immer nicht aufgehört zu schneien. Unter einer dicken weiße Decke parkten die Autos. Auch der Gehsteig und die mittlerweile fast leeren Straßen waren schneeweiß bedeckt. Ab und zu fuhr ein Taxi an ihr vorbei, ansonsten war es still um sie herum. In ihren dicken Mantel gehüllt, fühlte sie sich trotz der Kälte angenehm warm. Ihr gefiel es die ersten Spuren in den Schnee zu hinterlassen. Das knackende Geräusch unter ihren Stiefeln. 

Abstand – kam ihr in den Sinn. Jawohl, ich brauche Abstand. Ich muss für eine Zeit lang alles hinter mir lassen. Einen neuen Anfang starten. So schwer mir das auch fällt. Ich muss diesen Schritt machen. Will ich eine Zukunft haben muss ich mit meiner Vergangenheit abschließen. Doch was bleibt mir dann, dachte sie und ging gedankenverloren weiter.

Zu Hause angekommen, klopfte sie sich den Schnee von ihren Stiefeln und dem Mantel. Sie machte sich einen Tee und setzte sich mit der heißen Tasse auf die Couch. Sie saß einfach da und schaute auf ihre Tasse, die sie mit beiden Händen fest umschlossen hielt. Als ob diese Tasse das einzige geblieben wäre, an dem sie sich noch festhalten könnte. Nebenbei lief Musik. Leise. Als sie ausgetrunken hatte, machte sie das Licht aus. Legte sich auf die Couch, deckte sich zu und versuchte einzuschlafen. „Endlich mal wieder schlafen“, wünschte sie sich, „Vielleicht schaffe ich es ja heute“. Die Musik ließ sie im Hintergrund weiter laufen. Ihre Augen wurden immer schwerer, aber der Schlaf wollte sich nicht einstellen. Wieder nicht. So stand sie nach einiger Zeit auf und holte sich etwas zu schreiben. In ihren Gedanken tauchte eine leere Straße auf und es hatte vor kurzem zu Schneien angefangen. Einsam und verlassen lag die Straße vor ihr. Eine friedliche Ruhe hatte die Stadt New York erfasst……

Unser Ende? Mein Anfang!

3 Dez

Als du weg warst, musste ich für einen kurzen Moment die Luft anhalten. Wusste nicht ob jetzt gleich die ganze Welt still stehen würde. Ob sie jetzt in sich zusammen fallen würde. Ob eine furchtbare und zerstörerische Gewitterfront über mich fegen würde. Ich schloss meine Augen und machte mich ganz klein. Wartete und rechnete damit, dass jeden Moment etwas Schreckliches passieren würde. Aber es passierte nichts. Gar nichts. Im Gegenteil. Als ich meine Augen öffnete, sah ich einen strahlend blauen Himmel. Ich ging die Straße entlang und entdeckte einen Luftballon, der sich in einem Baum verfangen hatte. Ich befreite ihn und ließ ihn fliegen. Ließ ihn los, genauso wie meine ganzen Zweifel. Wie so eben dich.

unser ende? mein anfang

Wenn uns jemand blockiert ist es einfach besser einen Schnitt zu machen. Egal wie man zu dieser Person steht. Hat man alles gemacht, was einem möglich war? Ja und es hat nichts gebracht? Was dann noch lange rumsitzen und warten, dass sich etwas ändert. Es wird sich nämlich nichts ändern. Definitiv nicht. Man ist lediglich in seinem eigenen Stillstand gelandet. Man dreht und dreht sich vielleicht noch. Allerdings immer auf der gleichen Stelle. Wie ein trauriger Kreisel. Also Schluss mit diesem ewigen Drehen und Drehen – immer um ein und das Selbe. Es wird Zeit endlich einen neuen Weg einzuschlagen. Eine neue Perspektive für sich zu finden. Wie wäre es einfach mal zur Abwechslung mit sich selbst auskommen? Sich selbst genug sein. Das Kaleidoskop namens Leben hat noch so viele schöne Formen zu bieten. Anstatt also Trübsal zu blasen, versuch es mal mit Seifenblasen. Such dir einen fröhlichen Song, tanze dazu und feiere deinen Neuanfang!

Die Möglichkeit eines Moments

2 Dez

Die Möglichkeit eines MomentsIch bin so müde, dachte sie sich als sie die Türe hinter sich schloss. Sie zog sich ihren Mantel aus und stellte ihre Tasche auf die Kommode. Auf die Kommode, die sie eigentlich nie wollte. Er meinte, die würde viel besser passen. Sie war mit ihrem nüchternen und kühl gehaltenem Vorzimmer immer sehr zufrieden gewesen. Er aber nicht. Ständig wollte er etwas verändern. In ihrer Wohnung, an ihrem Leben, an ihr selbst. Sie dachte sich, dass er schon wisse was gut für sie wäre. Sie selbst wusste es nicht. Oder meinte es zumindest nicht zu wissen. Vielleicht war es ihr auch einfach gleichgültig. Sie war mit allem einverstanden. Nach außen hin zumindest. Selbst wenn sie mal nicht wirklich glücklich war, sagte sie ihm nie etwas. Hauptsache er war zufrieden. War zufrieden mit ihr. War er es nämlich nicht zog er sich zurück. Ohne ein Wort und ohne einer Erklärung. Nie wusste sie wann oder ob er wieder kommen würde. In der Zwischenzeit konnte sie sich nur Vorwürfe machen, Selbstzweifeln hingeben und versuchen die plötzliche Stille hinzunehmen. Aber mit dieser Art von Bestrafung konnte sie nicht umgehen, konnte sie noch nie und deswegen setzte sie alles daran, ihn nicht missmutig zu stimmen. Zu oft hatte sie etwas gesagt, was ihn verärgerte oder nachdenklich machte. Dabei wollte sie ihm nie Grund geben, etwas an ihr auszusetzen zu haben. Viel zu groß war die Angst, dass er sie dann wieder verlassen würde. Wie alle anderen zuvor. Diesmal wollte sie endlich alles richtig machen. Also versteckte sie sich lieber. Vor ihm, vor den anderen, vor ihr selbst. Stellte sich selbst, ihre Hoffnungen und Wünsche zurück. Hauptsache es gab jemanden der sie mochte. Oder eben den Anschein machte ihr trügerisches Selbst zu mögen. Dass sie selbst liebenswert war, sein konnte – diese Vorstellung hatte sie schon längst aufgegeben. War sie eigentlich noch wirklich oder doch nur mehr die Projektion anderer? Sie wusste darauf keine Antwort. Im Prinzip war ihr das auch gar nicht wichtig. Er war mit ihr zufrieden und das war alles was im Moment für sie zählte. Mehr nicht. Sie war in vielen Punkten schwach, aber sie wusste das sie wenn es um ihn ging stark war. Stark genug um alle Hürden zu nehmen, diese Beziehung so lange es ging aufrecht zu erhalten. Koste es was es möge. Koste es sie auch ihren letzten Rest an Selbstliebe und Selbstschutz. Sie hätte wahrscheinlich alles getan um einfach nur geliebt zu werden. Sie blickte noch einmal kurz auf die rote Kommode. Sie steht noch immer hier. Er ist aber schon lange weg…

Hausaufgaben des Lebens

12 Nov

Oh Mann wie die Zeit manchmal verrinnt. Eigentlich unglaublich. 2012 ist auch bald vorbei. Erlebt habe ich schon wieder so viel, dass es eigentlich für mehrere Jahre reichen könnte. Was solls. Das ist nun mal mein Leben und deswegen liebe ich es auch so sehr. Es fordert mich, es verwöhnt mich, es veräppelt mich, es umschmeichelt mich. Aber vor allem glaube ich liebt es mich – auf seine ganz eigene Art und Weise!

Wie dem auch sei, manchmal frage ich mich, ob wir hier sind um eine ganz persönliche Aufgabe zu lösen. Diese kann ganz spezieller Natur sein und je eher man diese bewältigt hat umso länger hat man dann Zeit um einfach nur zu leben und Spaß zu haben. So wie bei Schüler, die an ihren Hausaufgaben sitzen. Die kleinen Checker sind schnell fertig und haben noch mehr Zeit zum Spielen danach. Andere wiederum, lenken sich ständig selber ab oder quälen sich eben mit dieser doofen Aufgabe ewig rum. Dass diese dann so gut wie keine Zeit für Freizeit haben ist dann klar und das finden sie dann ebenfalls doof.

Ich bin “erst” knapp über 30 und ich glaube ich bin gut dabei. Natürlich bin ich Streber und löse ganz nebenher auch noch Zusatzaufgaben. Dafür bekomme ich hoffentlich einen Zusatzstern. Ich liebe nämlich Sterne! Aber vor allem ist das Wichtigste glaube ich – einfach zu leben. Seinen eigenen Weg zu gehen. Auch mal Spaß zu haben. Sich Dinge und vor allem Menschen in seinem Leben suchen, die einem gut tun. Man darf sich ruhig sagen – ohne dabei gleich sozial ungehobelt zu sein – “nein, diese Person liegt mir irgendwie nicht – den Kontakt lass ich mal lieber”. Bei anderen, wo man sofort ein gutes Gefühl einfach “herzlich willkommen” heißen. Beziehungsweise werden einem diese auch irgendwie geschickt, vom Universum wahrscheinlich – von wem sonst. Denn es ist wirklich interessant, dass man meistens genau dann neue Menschen kennen lernt, wenn man wiedermal in einer ganz bestimmten Phase seines Lebens steckt. Sich gerade  mit einem Problem rumschlägt, eine ganz eigene Aufgabe zu lösen hat oder auch vor einem Richtungswechsel steht.  Selbst jene, die man am liebsten auf den Mond schicken würde, können dabei schon mal helfen, Erkenntnisse für sein weiteres Leben zu erschließen. All zu oft lernt man so oder dank ihnen zumindest mit “unangenehmen” Situationen besser umzugehen. Aber am allerliebsten sind mir natürlich diejenigen mit denen man einfach eine gute Zeit verlebt.

Ja im Laufe eines Lebens herrscht ein ständiges Kommen und Gehen von Menschen. Manche bleiben länger, manche kürzer und manche bis zum Schluss. Tja und wenn man genau überdenkt hatte jede Person, die einem etwas näher gekommen ist, einem etwas mitgegeben auf seinem Weg. Eine Erfahrung war es auf alle Fälle. Aber ich mach mich jetzt wieder weiter an die Arbeit um aus eben diesen Erfahrungen weiterzulernen….ich möchte nämlich dann wieder “spielen” gehen ;)

Ein Traum

3 Nov

Manchmal kommt einem alles wie ein Traum vor. Dinge geschehen für einen kurzen Augenblick. Wunderbare Dinge. Es fühlt sich alles so leicht an. So ungezwungen. So frei. In dem Moment, in dem man aber danach greifen möchte, löst sich der Traum auf. Hält plötzlich nur noch Sand in seinen Händen. Man kann bloß zusehen wie er einem durch die Finger rinnt. Auch der Ort beginnt sich zu verändern. Alles wird düster. Man findet sich in einem ganz anderen Szenario wieder. Dämonen haben einen umzingelt und kommen immer näher. Greifen einen an. Man schlägt um sich und versucht zu fliehen. Man läuft und läuft. Hört hinter sich schwere Schritte. Auf einmal steht man auf einer Klippe. Das Herz pocht wie wild. Man sieht hinunter und unter einem tosende Wellen, die wie wild gegen die Felsen schlagen. Die Dämonen kommen immer näher. Man springt. Fällt und fällt. Eine scheinbare Ewigkeit lang, bis man einen Aufprall spürt. Taucht unter Wasser und plötzlich ist alles still. Man sinkt – immer weiter. Gibt sich dem Meer einfach hin. Dann wacht man auf. Noch völlig verwirrt kommt man langsam an. Will aufstehen. Doch irgendetwas ist anders. Erst jetzt merkt man, dass man in einem Bett aus Treibsand liegt….

Zeit für eine Veränderung

27 Okt

Manchmal gibt es Zeiten, da hat man das Gefühl alles verändert sich. In einem und um einen herum. Dennoch – irgendetwas scheint einen fest umschlungen zu halten. Man kann sich kaum von der Stelle rühren, geschweige denn weiter fortbewegen. Man scheint in einer Art Standby-Modus gefangen zu sein. Zwar will oder braucht man eine Veränderung, aber weder weiß man so richtig wie sie auszusehen hat, noch wie man überhaupt dort hingelangen kann. Man scheint dazu verdammt zu sein zu warten. Fühlt sich wie auf einem Bahnhof. Eigentlich sollte der Zug schon längst da sei, aber er wird sich wohl verspäten. Ein klein Wenig. Man kennt das bereits, aber mit ein bisschen Geduld bekommt man das Warten hin. Die Zeit verstreicht. Mal steht man rum. Mal geht man auf und ab. Liest etwas. Holt sich einen Kaffee. Dann ein Blick auf die Uhr und man denkt sich “Endlich, jetzt kommt er gleich. Bald geht es los!” und dann erneut eine Durchsage. “Der Zug wird sich um ein Weiteres verspäten”. Das kann doch jetzt nicht wahr sein! Wann kommt sie jetzt denn endlich diese Veränderung? Wie gerne würde man auf diesen Zug doch aufspringen. Tja und irgendwann hat man einfach keine Lust mehr zu warten. Packt seine Geduld in den nächsten Mülleimer und geht entweder wieder nach Hause zu seinen alten Gewohnheiten und Denkweisen oder aber entscheidet sich für eine andere Art der Fortbewegung. Aber manchmal muss man gar nicht erst wo ankommen um eigentlich schon dort zu sein. Vielleicht hat man einfach nur nicht gemerkt, dass die Veränderung ohnehin schon da war. Nur bloß anders als eigentlich geplant. Da kann es auch schon passieren, dass man erst zu spät merkt, dass hierfür der Zug dann doch bereits abgefahren ist. Damit das in Zukunft nicht mehr geschieht, sollte man mit dem Warten einfach aufhören. Die Ketten, die einen festhalten, zerschlagen und wenn man mal wieder am Bahnhof des Lebens steht, vielleicht einfach mal mutig sein. Einfach in einen der nächsten Züge springen und sich überraschen lassen. Was kann denn schon großartig passieren? Lieber mal alte Sorgen über Bord werfen und etwas riskieren. Denn eines ist sicher – so sehr sich auch manche Situationen anfänglich ähneln – im Prinzip ist jede von ihnen eine ganz eigene und neue. Man kann sie nie mit Altem vergleichen. Sich hinter alten Gewohnheiten und Erfahrungen zu verstecken – das dürfte wohl wahren Stillstand bedeuten und bringt uns letztendlich nirgendwo mehr hin. Außerdem sollte man nicht vergessen: wie jede einzelne Reise letztendlich ausgeht kann ohnehin niemand vorher sagen und gibt es was Schöneres als voran zu kommen? Sich fortzubewegen? Zu Reisen und weitere Erfahrungen zu sammeln? Gut, dass ich gerne Reise. Vor allem mit dem Zug. Aber da muss ich auch schon los, ich glaube nämlich meiner ist doch noch nicht abgefahren…

Ich bin nicht Sisyphus!

21 Okt

Hier kommt einfach mal ein Schlagwort zugeflogen – et voilà: VERLIEREN! heißt es.  Etwas was man wirklich irgendwie ständig an der Backe hat. Natürlich total ungefragt und immer im ungünstigsten Moment, sowie in unterschiedlichster Form. Dabei kann es sich genauso um Personen handeln, als auch um Gegenstände, das eigene Herz oder auch schon mal das eines anderen. Manchmal kann man den eigenen Stolz verlieren, das Rückgrat oder einfach seine Stärke. Ich bin vor allem prima in Herzen verlieren, als auch in Punkto Jacken “anbauen”. Keine Ahnung warum mir immer gerade die schwarzen Jäckchen abhanden kommen…..?! Aber gut, weiter zum eigentlichen Thema.

Langsam komme ich mir diesbezüglich schon wie Sisyphus vor. Während er ständig mit seinem zurückrollenden Stein zu kämpfen hatte, rackere ich mich mit meinen ganz eigenen Felsblöcken ab. Aufgepasst jetzt schließt sich auch gleich der Kreis: mein “persönlicher Stein” und damit auch Krampf, dürfte ja der ständige “Verlust” von Beziehungen sein (also Beziehungen im allgemeinen, im unklassischen Sinne, in die Richtung gehende, etc.) Immer wenn ich kurz davor bin – oder zumindest habe ich manchmal das naive Gefühl – diesmal könnte ich es packen (keine Ahnung wie es der hartnäckige Optimismus immer wieder schafft, doch wieder auf meiner Matte zu stehen… er scheint nun mal nicht unterzukriegen zu sein), rollt der blöde Felsen wieder zurück! Wie Sisyphus probiere ich es immer wieder… und immer wieder scheitere ich. Manchmal merke ich schon gar nicht mehr, dass ich erneut dabei war einen Stein zu rollen! So automatisiert dürfte das bei mir bereits sein. Hinzu kommt ja noch, dass ich in der Vergangenheit auch gleich mit überrollt wurde! Wusch – einfach so und einfach drüber! Zum Glück habe ich etwas dazugelernt und bin schon so weit rechtzeitig zu reagieren. Sobald ich merke “Mist, gleich rollt er zurück…”, versuche ich gar nicht mehr ihn aufzuhalten. Nein, ich springe einfach zur Seite und lasse ihn irgendwo hinter meinem Rücken zerschellen. Gut, ab und zu erwischen mich dann doch kleine Splitter, welche wiederum kleine Kratzer verursachen. Aber das haut mich ja noch lange nicht um und – wie anstrengend –  dann geht das Ganze gleich wieder von vorne los. Neuer Stein, neuer Aufstieg und so weiter. Wir kennen das ja bereits.

Jetzt frage ich mich aber: wer hat mich bitte in diese Art Unterwelt geschleppt und weswegen? Sisyphus hatte sich definitiv mit den Falschen angelegt. Mit wem habe ich es mir bitte schön verscherzt? Keine Ahnung. Auf alle Fälle spiele ich dieses doofe Spiel sicher nicht mehr mit! Ich habe bestimmt Besseres mit meiner Zeit anzufangen als hier Sisyphus für Arme zu spielen. Also Wirklich! Kann nicht einfach jemand anderer diesen Job für mich übernehmen? Ja, bitte – ich habe nämlich wirklich keinen Bock drauf (nur für den Fall, dass das noch nicht klar rübergekommen ist)- und hier ist auch gleich noch die Stellenausschreibung dazu:

Gesucht wird eine dauerhafte Vertretung für meine Sisyphus-Arbeit in Punkto (bringen wir es auf den Punkt) Männer!

Vielleicht gibt es jemanden da draußen, der wirklich Lust dazu hätte, sich mit meinen “Steinen” rumzuschlagen? Fragen kostet ja nichts. Könnte sein, dass sich tatsächlich wer meldet?! Und währenddessen mache ich mir dann eine wirklich feine Zeit. Lasse es mir so richtig gut gehen. Packe meinen Terminkalender voll mit Sachen und Menschen die mich nicht nerven. Ach ja außerdem ist eine kleine Reise ebenfalls wieder mehr als fällig! Man sieht ich habe im Grunde genommen ohnehin KEINE Zeit für nervige Mann-Frau-Arbeiten. Gut, neben dem Steine rollen, habe ich natürlich auch weiterhin mein feines Leben gelebt. Aber ohne dieser Zusatz-Arbeit geht es bestimmt noch viel besser. Nicht wahr? Moment ….. habe ich mir so eben schon wieder einen mir nicht unbekannten Urlaub genommen?! Gut, ich, sowie aufmerksame Leser und Leserinnen, sehen mein Leben ist ein Kreislauf, der – es hat zumindest den Anschein danach – immer im gleichen Muster abläuft. Pffff wie langweilig…… aber da bin ich höchstwahrscheinlich nicht alleine.

Aber zum Abschluss sei noch mal gesagt: Sollte es mich doch mal wieder überkommen – erneut etwas ins Rollen bringen zu wollen, dann schnappe ich mir definitiv keine vermeintlich netten Brocken, die sich im Nachhinein als furchtbar schwierig, kompliziert und was auch immer entpuppen. Vielleicht probier ich es einfach mal mit etwas Anderem, das zwar auch seine Ecken und Kanten hat, was aber nicht so schwer sein dürfte über den Hügel zu bringen. Mögen die “Götter” mir wohlgesonnen sein und mir was Herzhaftes, Ehrliches mit Rückgrat gönnen! Tja, da sind wir doch mal alle einfach gespannt wie das wohl weitergeht, ob es eine Fortsetzung geben wird oder ob das sogar bereits das Ende dieses Blogs ist, da es blöderweise nichts mehr Neues zu berichten gibt……Ne, ne so leicht gibt sich eure Bloggerin bestimmt nicht geschlagen – Sisyphus hin oder her! Irgendwas tut sich schließlich ja immer ;)

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