Depp der Woche

Eigentlich könnte man diesen Post auch ganz gut als eigene Kategorie setzen. Potential dafür würde es von meiner Seite aus bestimmt schon mal des Öfteren geben. Diese Woche kürt das Thema „Fahrrad und dessen Instandhaltung“ diese Rubrik. Und der Preis des Bundes-Deppen-Verdienstkreuzes geht diese Woche: definitiv an mich. Warum? Folgendes:

Seit über 2 Jahren steht mein sportlicher Drahtesel nun im Keller und lechzt nach Freiheit. Zuerst scheiterte das Unterfangen, dynamisch von A nach B mit dem Fahrrad zu gelangen, an der Luft. Zum einen an meiner. Ich bin nämlich konditionell nicht gerade ein Athlet. Zum anderen an der meiner Reifen. Es dauerte ein Jahr, bis sich meiner einer dazu bewegen konnte eine Luftpumpe zu organisieren. Als es endlich soweit war um Luft in die Atemwege der Schläuche zu pumpen schien es schlecht um den Patient Fahrrad zu stehen. Trotz heftigster Bemühungen, die Räder blieben luftleer. Schlussfolgerung daraus: Schläuche sind kaputt – neue gehören her. Ein Jahr ist wieder vergangen. Nichts ist geschehen. Die öffentlichen Verkehrslinien konnten sich auch weiterhin meiner Anwesenheit erfreuen.

Gestern war es endlich soweit. Ein edelmütiger Ritter hat sich meines armen „Esels“ angenommen. Ab zur Tankstelle, Reifen aufgepumpt. Sitz festgeschraubt – der hat sich in den letzten 2 Jahren ebenfalls etwas hängen lassen – und schon war alles erledigt! Nun gut, wie es scheint war die Erklärung: „Schläuche sind kaputt“ etwas dramatisiert, um nicht zu sagen völlig falsch eingeschätzt und der Grund, dass ich nicht Fahrradfahren konnte, eben komplettes Versagen an der Schlauigkeitsfront. Mein edler Herr Ritter hat mich diesen jahrelangen Wissens-Faux-Pas  zum Glück nicht peinlich spüren lassen. Selbst aber habe ich mir gleich einen dementsprechenden „Meine Güte bist du doof“ – Titel verpasst! Zu meiner Verteidigung, vielmehr scheint mir diese Vereitlungstaktik „Schläuche kaputt – kann ergo nicht Fahrrad fahren“  ein unterbewusster Versuch gewesen sein, sich dem athletischen Dasein doch irgendwie entziehen zu können. Freud lässt grüßen! Na ja, jedenfalls habe ich mal wieder gesehen, wie schnell eigentlich Sachen erledigt sein und gehen könnten. Aber wenn einer es versteht Sachen schleifen zu lassen, dann bin das definitiv ich. Beispiele dafür gibt es eine Menge. Aber das scheint mir einen eigenen Beitrag wert zu sein.

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