Internet – Fluch oder Segen?

Geheiligt sei das Internet und verflucht gleich mit dazu. Bevor es das Internet gegeben hat, war alles noch leichter, oder doch viel schwerer? Fakt ist: es bringt mich in den Wahnsinn. Definitiv. Ein eigenständiges Leben ohne Facebook und Konsorten ist ja schon gar nicht mehr möglich. 2 Faktoren spielen bei meiner Person mit hinzu dass dieses System Internet und insbesondere die sozialen Netzwerksystem so gut funktionieren. Zum einen wären da mal meine immense Kommunikationslust bzw. Mitteilungsbedürftigkeit (manche Menschen beschreiben es als „du musst echt immer und überall deinen Senf abgeben), zum anderen wären da meine unsagbare Neugier. Neugier, dass ist was diese Maschinerie so zum  laufen bringt. Jeder möchte wissen, was der eine oder andere so macht, was sich abspielt, außerhalb des Lebens „Internet“. Völlig von diesem Virus infiziert, bestreite auch ich mein erbärmliches Leben. Früher sind die neugierigen Leuten immer an den Fenstern gestanden und haben die Nachbarn beobachtet, heute kann man schön anonym ausspionieren. Der beste Freund des Amateur-Spions: Google. Fotos, Daten, Fakten über Personen. Mit nur einem Klick habe ich fast alles um zu wissen, wie eine Person aussieht, was sie macht, etc. Erschreckend! Damals musste man noch akribisch und zeitaufwendig detektivische Arbeit verrichten um nur annähernd und unauffällig an diese Informationen zu gelangen. Heute kann das jeder Erstklässler. Die „Google-Zeit“ wird wahrlich noch in die Geschichte eingehen. Auch wenn ich nicht mal diese Suchmaschine nutze, benutze ich das Wort „googlen“. Na wie dem auch sei, das Internet gibt uns unglaubliche Möglichkeiten um unsere Nase in Sachen zu stecken, die uns ja eigentlich gar nichts angehen oder um an Informationen ranzukommen, die man sich nicht zu fragen getraute. Lernt man jemanden kennen, ab an den PC und es wird losgegoogelt. Stellt man sich wo vor, googelt man gleich mal den Betrieb aus. Hat der Ex eine scheinbar Neue, wird schon wieder wie wild drauflos gesurft. Wie sieht sie aus, wer ist sie, ist sie wirklich eine Konkurrenz? Ja ist sie meistens, denn schon allein das man in wilder Eifersucht die Suchmaschinen durchforstet, lässt einen selber als Traumkandidatin und Freundin gleich mal ausscheiden. Ja und so sitzt man tagtäglich vor einem Bildschirm und macht die unnützesten Dinge. Denn neben Internet - Fluch oer Segen?diesem fast unerschöpflichen Angebot an Informationen kann man auch noch stundenlang mit Freunden chatten, Spiele spielen und nebenbei auch noch Schnäppcheneinkäufe machen. Hier noch einem geregelten Leben nachzukommen scheint fast unmöglich, so einnehmend gestaltet sich das Online-Zweitleben. Der Weg nach draußen ist eigentlich nur noch nötig, um sich nicht vollkommen von der eigentlichen Welt da draußen abzukapseln. Der PC löst auch alle möglichen Medienanbieter schön langsam ab. Müsste ich mich entscheiden, Fernseher oder Laptop, ich würde definitiv letzteren wählen. Die Anwendungsmöglichkeiten sind hier viel größer und umfangreicher, außerdem kann man in heutigen Zeiten auch einfach vom Rechner aus fernsehen. Eigentlich bräuchte man auch gar nicht mehr raus um Leute zum Kaffee zu treffen. In Zeiten von Skype, kocht sich jeder seinen eigenen Kaffee und setzt sich dann vor den Bildschirm und plaudert eine Runde. Ist zum einen billiger und genauso effektiv. Also wenn wer wieder mal Lust hat mit mir auf einen Kaffee zu gehen, kann er gerne meine Skypeadresse haben…….

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