Single-Drama

Hilfe! Lebensplan außer Kontrolle geraten! Alles dahin, irgendjemand hat da einfach auf Reset gedrückt. Alles gelöscht alles weg. Alles wieder von vorne anfangen.

Wieder Single, wieder völlig hoffnungslos. Ein freudiger Umstand für die Alkohol- und Schokoladenbranche, ein schlechter Umstand für mich und meine Waage. Aber eigentlich kann man sich auch freuen, denn mit zunehmendem Gewicht ist auch ein Shoppingtrip unumgänglich. Denn dass  der Bauchfrei und Wurstpellen-Look „in“ werden, kann ich mir jetzt auch nicht  so wirklich vorstellen. Außerdem sollen Shoppingtrips ja bekanntlich der weiblichen Seele gut tun und ihr Seelenfrieden verschaffen. Ob es helfen wird, man wird sehen. So ist es wenn man die magische „30“ überschritten hat, Auslaufware, schon leicht verblichen und definitiv nur noch die 2. Wahl, wenn überhaupt. Denn die Nachfrage nach „vom Leben gebeutelten-Singles“ ist jetzt nicht wirklich gegeben und diejenigen die sich für diese Alternative entscheiden würden, sind ebenfalls eigentlich Restware, sogar noch viel mehr verzweifelter. Denn für diese muss es doch auch einen Grund haben, warum sie Singles sind. Grob gesagt. Kompromisse eingehen geht hier gleich schon mal in eine Hardcore-Richtung. Haare, Übergewicht, Modestil oder Macken dürfen hier wirklich nicht mehr beachtet werden. Eine über 30-jährige Single Frau kann definitiv keine Ansprüche mehr für sich erheben.

Da für mich das Thema „Beziehung“ sowie alle weitern „Männersachen und -geschichten“ nicht mehr in Frage kommen (zu schmerzhaft und zu aufwendig sind die Trennungen im Nachhinein) bleibt mir das immerhin erspart und Alleineleben ist hier das  für mich perfekte Lösungswort. Stricknadeln, Platzdecken und Eierlikör sind hier bei die Alternativen. Für Hartgesottene vielleicht auch noch Alkoholvergiftung und Raucherlunge, dank harter Partynächte. Vielleicht sollte ich mich für Variante 2 entscheiden. Würde sich mit dem „Spül den ganzen Schmerz und Scheiß mit Alkohol runter“-Gedanken vereinen. Vorratseinkäufe sind hier schon mal vorprogrammiert. Ha, schon wieder das Thema Shoppen, also alles bestens würde ich da mal sagen. Ob Alkohol oder Klamotten, Shoppen bleibt Shoppen. Hauptsache das Geld fließt einem aus der Tasche und das Selbstmitleid in Maßen wieder zurück. Vorratseinkäufe werden auch deswegen schon nötig sein, denn wenn dann schon mal zum Alkoholiker mutiert, dann wird es auch ziemlich schwer zu arbeiten und ergo Geld ran zu schaffen. Anstatt irgendwo hin nach Amerika oder Australien zu fahren bzw. fliegen. kann man da seinen Bausparer auch anderweitig anlegen. Ok, das hört sich jetzt alles ein bisschen düster an, aber meine Damen und Herren, das sind nun mal die Optionen. Schönfärberei würde da einem auch nicht weiterhelfen. Also viel besser sich mit großem Hurra  und Trara ins düstere Leben werfen – ins Endzeitviertel sozusagen, als irgendwann mal aufzuwachen und sich fragen: wie bin ich hier bloß hingekommen? Rauskommen ist im Spielplan des Lebens auch nicht gegeben, deswegen mache ich es mir jetzt schon mal mit einer gehörigen Portion hochprozentigem Realismus gemütlich…..Prost!

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2 Gedanken zu “Single-Drama

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