Die „magische“ 30

Unaufhörlich dreht sich die Welt jeden Tag und mit jeder Umdrehung gibt es auch ein Stück weit Veränderungen. Veränderungen jeglicher Art. Sowohl im großen Stil, als auch in kleinen Schritten. Natürlich sind auch Rückschritte immer wieder dabei. Aber im Großen und Ganzen geht es immer weiter. Ob man will oder nicht. Auch wenn sich die Erdkugel immer weiter dreht, mein Leben will ich kurz anhalten um zu sehen wo es sich gerade befindet. Denn ich bin wie bereits hinlänglich bekannt 30. Die magische 30 sozusagen. Was hat das für mich zu bedeuten. Hier trennt sich normalerweise die Spreu vom Weizen. Ist es nicht so: Wer sein Leben bis dato nicht in den Griff bekommen hat, hat definitiv den „Erfolgs-Zug“ verpasst. Oder sind auch diese Zeiten bereits vom Wandel betroffen. Wir Menschen werden älter, haben wir deswegen auch mehr Zeit unser eigenes, selbständiges, mehr oder weniger erfolgreiches Leben aufzubauen?

die magische 30

Was das Älter-Sein anbelangt so macht der Körper einem im schnellen Tempo klar: nein, man hat nicht mehr Zeit deswegen. Falten, ein erstes graues Haar und ein Stoffwechsel der sich schon selbst längst in Pension geschickt hat, machen einem deutlich dass die Zeit schneller tickt als einem lieb ist. Da nützt es auch nichts sich fälschlicherweise als „20-jährige“ zu outen. Naja mit 30 wird man wohl auch schon mal etwas vergesslich. Da können einem ganz schnell 10 Jahre abhanden kommen. Doch ein Blick in den Spiegel genügt um der Realität ins Auge zu blicken. Dennoch bin ich froh keine 17 mehr zu sein. Ein Blick auf frühere Fotos lassen mein jetziges Spiegelbild als wahre Schönheitsgöttin erscheinen.

Also gut, von außen betrachtet ist man 30. Wie sieht es aber im Inneren aus? Wie hat man sich als 30-jährige zu fühlen. Noch dazu wo man den bislang geläufigen gesellschaftlichen Statuten eher als „Nachzügler“ zu bezeichnen ist. Studienabbrecher, eine kreative Schaffenspause , keine Kinder und eine Beziehung ist ebenfalls weit und breit nicht in Aussicht. Gehöre ich somit zu der etwas benachteiligten Spreu oder kann aus mir doch noch ein schönes Weizenkorn werden (welches dann zum Spottpreis am Weltmarkt gehandelt wird)? Aber vielleicht ist 30 doch das neue 20 – und man hatte instinktiv richtig, falsch gelegen.

Karriere

Ganz gleich wie alt ich mir auch erscheine und wie alt ich auch wirklich bin. Letztendlich sagt das alles noch lange nichts über mich aus. Man, oder viel besser gesagt, ich Frau muss ja auch nicht unbedingt großartig Karriere machen. Denn was heißt das auch schon: Karriere. Wenn es das bedeutet unermüdlich zu arbeiten und dass dabei das eigene Privatleben drauf geht – dann kann ich auf „Karriere“ gerne verzichten. Ich habe für mich beschlossen meine eigene Art von Karriere anzusteuern. Die Lebens-Karriere. Ich möchte einen Job machen der primär mich erfüllt und nicht mein Bankkonto. Ich möchte hauptsächlich Zeit für meine Familie, Freunde und Hobbies haben und nicht den ganzen Tag in einer öden Arbeit verbringen. Ich möchte die Freiheit haben mein Leben nach mir zu planen und nicht nach meiner Arbeit. So gesehen stehe ich plötzlich dann doch auf der Gewinner-Seite. Denn das alles habe ich bereits umgesetzt. Und solange ich das so machen kann, solange will ich das auch genießen. Deswegen werde ich auch diese Gedanken über das Leben, wie es ist und wie es sein sollte, versuchen einfach mal für eine Zeit lang auszublenden. Das Leben einfach leben und die Welt sich weiterdrehen lassen…..

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