Eine Bahnfahrt die ist lustig, eine Bahnfahrt die ist schön

Das Fahren mit der Bahn. Für manche eine spannende und lustige Sache, für andere wiederum eine tägliche Qual. Ob Zugverspätung oder andere Macken des Reiseberkehrs, es findet sich für letztere Gruppe immer ein Grund warum Zugfahren so anstrengend und nervenaufreibend ist. 

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Da ich mich mittlerweile zu den Pendlern der Arbeitswelt dazuzählen kann und somit über reichlich Bahnerfahrung verfüge, bin ich so frei und lästere gleich mal ordentlich ab hier. Früher als ich die ÖBB für längere Zugstrecken benutzte, sind mir immer die Pendler immens auf die Nerven gegangen. Scheinbar Tausende von ihnen brauchten Stunden um bei den Stationen ein- und auszusteigen. Sie hielten den ganzen Betrieb auf und versperrten sämtliche Bahnsteige. Jetzt hat sich das Blatt gewendet. Jetzt bin auch ich eine Pendlerin. Meine neuen Zielobjekte, die einen nervtötenden Blick von mir abkassieren, sind all jene die mit ihren Riesen-Gepäckstücken alles blockieren. Zuerst noch den Bahnsteig, dann die Zugabteile und dann auch noch die Rolltreppen. Manchmal kommt es mir so vor als sei ich die einzig arbeitende Pendlerin überhaupt. Entweder handelt es sich um Auswanderer (zumindest wenn man nach den Gepäckgrößen und -stücken geht) oder um Schüler. Jedesmal wenn ich mich entweder in oder aus den Zug gekämpft habe, muss ich meine Geduld erneut unter Beweis stellen. Der Grund: Das Rolltreppen-Fiasko. Gelobt seien da die Wiener und ihr Usus „Rechts stehen, links gehen“. Außerhalb Wiens fällt niemandem diese absolut sinnvolle Regel ein. Ob in Linz oder Wels, hier steht alles kreuz und quer und manchmal sogar noch schräg. Wäre mal eine Bahn frei, steht dann hundert Pro ein Koffer auf der auszuweichenden Seite. Dann heißt es mal wieder für mich: abwarten und Ruhe bewahren. Die Fahrt mit der Rolltreppe gleicht dann einer Fahrt in die Hölle. Sekunden scheinen sich plötzlich zu Stunden auszudehnen. Für Menschen wie mich, die einfach immer in Bewegung bleiben wollen, ein Martyrium, stehend sich von der Rolltreppe auf- oder auch abwärts fahren zu lassen. Beinahe hätte ich auch noch jene Personen zu erwähnen vergessen, die aus dem Zug aussteigen und einfach mal gleich davor stehen bleiben um sich zu orientieren. An diese Personen mein Tipp: Orientiert euch 3 Schritte weiter vorne! Dasselbe gilt auch für Straßenbahnfahrgäste. Die sind in diesem Sinne noch weniger umsichtig. Da rennt man noch gemeinsam um die Straßenbahn zu erwischen. Ignoranter Fahrgast vor mir schlüpft noch schnell rein, bleibt abrupt stehen – er hat es ja auch geschafft –  und verbarrikadiert den Zugang. Man selbst macht eine Vollbremsung weil man ja nicht mehr rein kann, muss draußen stehen bleiben, die Türen schließen sich und während die Bahn davonfährt, bricht bei einem selbst eine Fluchwelle aus. Ja, ja das Fahren mit den Öffentlichen. Manchmal ein Graus, aber man beziehungsweise ich Frau gewöhnt sich daran. Es gibt dafür auch oft ganz lustige Momente beim Zug- oder Straßenbahnfahren, aber das ist schon wieder eine ganz andere Geschichte.

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