Wie es mir gefällt

So, da wäre ich wieder einmal. Aus der medialen Versenkung regelrecht heraus gekrochen. Manch einer wird sich gedacht haben mein Trip nach Budapest hätte für mein ominöses „Blog-Verschwinden“ gesorgt. Nein, die Pflicht, meine unzähligen Interessen und die mangelnde Zeit tragen dafür Schuld.

Ein Thema welches mir aber unter den frisch lackierten Nägeln zwar nicht gerade brennt, aber doch Hitze verursacht: Wenn man immer wieder Neues in seinem Leben ausprobiert und nicht für die Ewigkeit an etwas dran bleibt, leider man dann unter mangelnder Ausdauer oder lebt man einfach seine Freiheit?

Wer mich kennt, der weiß ich bin ein Tausendsassa. Interessiert an Vielem und vor allem Unterschiedlichem. Schnell für Neues zu begeistern und scheinbar immer motiviert und inspiriert. Einige meinen ich hätte nie gelernt etwas richtig durch zu ziehen, Durststrecken auch mal hin zu nehmen. Langeweile und mangelnde geistige oder kreative Herausforderung eine Zeit lang zu akzeptieren. Ja, kann sein, dass ich diesbezüglich nicht konsequent bin. Aber muss ich das denn auch wirklich? Muss ich tatsächlich an einer mal entschiedenen Sache oder Arbeit für Jahre dranhängen? Ich sage NEIN! Das Leben ist viel zu spannend um jahrelang Tag ein Tag aus das gleiche zu tun. Monotonie ist mein persönlicher Stillstand und Hölle zugleich. Ich habe es „ausgiebigst“ versucht. Habe mich versucht gesellschaftlich äußerst vernünftig anzupassen. Jobs gehabt wo man immer den gleichen Rhythmus hat, die gleichen Aufgaben. Tag für Tag, Woche für Woche etc. Es liegt mir einfach nicht. Ich lebe definitiv nicht um einer stupiden Arbeit nachzugehen. Ich arbeite um mein Leben so interessant wie möglich zu gestalten und das auch gerne mal mit verschiedenen Jobs. Man darf das alles nicht mit mangelndem Verantwortungsbewusstsein verwechseln. Denn ein Verantwortungsbewusstsein habe ich. Was mir aber definitiv fehlt ist die Lust mich in eine Richtung drängen zu lassen. Mir vorschreiben zu lassen was Richtig und was Falsch ist. Ich liebe meine Freiheit, meine Unabhängigkeit. Spüre ich, dass ich selbst, meine Familie und Freunde, meine lieb gewonnen Projekte und Interessen zu kurz kommen, setze ich Grenzen. Muss diese einfach setzen. Natürlich muss man auch betonen, dass mir mein Lebenstil und meine Lebensumstände diesen Luxus erlauben. Aber warum den nicht auskosten. Immerhin habe ich gerade dieses eine Leben und es ist mein gutes Recht dieses genau so zu gestalten, wie es mir gefällt. Kann sein, dass auch ich mal gezwungen sein werde, einem strikt vorgegeben Lebensplan nach zu kommen. So lange das aber nicht der Fall ist, tanze ich ganz nach meinem eigenen Beat, weiterhin fröhlich durchs Leben.

Um somit nochmal zu meiner anfänglichen Frage zu kommen: Meiner Meinung nach, reine Ansichtssache. Jeder kann und soll sich gerne für seinen Weg entscheiden. Vorurteile und falsche Auslegungen sollten auf beiden Seiten vermieden werden. Wer sich für ein geregeltes Leben entscheidet und nur in eine Richtung läuft ist nicht unbedingt ein stupider Langweiler. Jemand der viele Interessen hat und gerne mal das eine oder andere probiert, nicht gleich ein kopfloser, verantwortungsloser Träumer. Das ist eben das tolle am Leben, jeder hat die Freiheit es so zu gestalten wie er möchte – natürlich in dem jeweilig gegebenen Rahmen. Aber das ist wieder eine andere Geschichte … Also, lasst euch nichts vorschreiben und lebt euer Leben wie es euch gefällt!

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3 Gedanken zu “Wie es mir gefällt

  1. Sehr richtig… wir leben genau hier und jetzt und warum soll uns irgendwer vorschreiben was richtig oder falsch ist… alles was Spaß macht sollte man machen schließlich will man ja auch mal was zu erzählen haben…und was für eine Farbe die Wände daheim haben kann man eh noch feststellen wenn mal alt und ans Bett gefesselt ist…. 🙂

  2. Ich finde Du machst das toll, und das jetzt nicht nur, weil ich es ja genauso mache 😀 Achte aber bitte auf Dich. Deine Freiheit bedeutet auch, noch mehr Sorge für Dich zu tragen, noch verantwortungsvoller mit dir umzugehen. Wir können uns nicht unbedingt mal eben krank melden und auskurieren, wir gehen teilweise stark an unsere Grenzen und das immer wieder. Leg mal öfter ne Pause ein. Es gibt noch viele Orte, wo man hin kann und einfach mal „raus“ gehen kann, aus der Tretmühle, die man sich geschaffen hat. Und das gilt für alle, die „Sesshaften“ wie die „Jäger“. Nimm Dir Ruhe und Zeit für Dich. Dann kannst Du noch 80 Jahre so weiter machen :-))))

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