Fast schon eine Kampfansage

Entweder werde ich langsam paranoid oder ich bin einer phänomenalen Erkenntnis auf der Spur. Hauptrolle darin spielt die im Allgemeinen wunderbare weibliche Spezies, auch Frau genannt, sowie raschelnde Papiertüten. Eine nicht ganz so unwichtige Nebenrolle dürfte das Essverhalten der Frauen spielen. Aber erst mal alles der Reihe nach.

Aus beruflichen Gründen nehme ich mehrmals die Woche die Dienstleistungen der ÖBB in Anspruch. Ist ja bereits hinlänglich bekannt. Dort bekommt man ohnehin so einiges geboten und an manches habe ich mich sogar teilweise gewöhnt. Nervende Teenager zum Beispiel. Die ihr Stimmorgan nicht so ganz unter Kontrolle haben und lauthals alle an ihrem Kopfschmerzen-verursachenden-Gedankengut teilhaben lassen. Oder auch an ihrer Beat-lastigen Musik. Was mich in letzter Zeit noch mehr in Rage bringt, sind ständig essende Frauen mit ihren nervtötenden Papiersackerln in der Hand. Folgende Fakten wären hier aufzuzählen:

1. Es sitzt immer eine Frau in unmittelbarer Nähe von mir (das ist ja noch nicht so außergewöhnlich).

2. Diese Frauen haben immer etwas zu essen mit (wochenlange unfreiwillige Beobachtungen).

3. Meist eine Kleinigkeit vom Bäcker oder auch schon mal ein ganzes Brot (dieses aber für Zuhause – raschelt trotzdem, weil sie es nicht aus der Hand geben).

4. Da sie dabei das Backgut nicht einfach aus dem Sackerl rausnehmen und ständig nur Stück für Stück dran knabbern oder zupfen, raschelt es Nonstop.

5. Nach 3 min – spätestens – Geraschel bin ich innerlich am Durchdrehen (ebenfalls eine interessante Erkenntnis für mich und mittlerweile reicht schon ein Blick auf jegliches Papiersackerl und ich bekomme bereits die Krise!)

Ich habe mir deswegen schon viele Gedanken gemacht. Zum Beispiel, wieso das immer nur Frauen sind – zumindest was meine Beobachtungen anbelangt. Essen wir – ich bin ja schließlich auch eine Frau – wirklich so unregelmäßig und nur mal schnell zwischendurch? Würden wir ohne Bahnfahren kläglich verhungern? Oder sind wir doch gefräßiger als Männer? Fällt mir diese Beobachtung nur deswegen auf da gerade Winter ist und wir Frauen jetzt Speck anfüttern müssen um nicht zu erfrieren? Man oder vielmehr ich Frau weiß es nicht. Ich esse nicht im Zug, schon allein um nicht dieser nervtötenden Papiersackerl-Raschel-Fraktion anzugehören. Und ist es nicht Papier, dann bestimmt eine Plastikverpackung, die nicht weniger laut und nervig ist. Selbst in der Bahnhofshalle werde ich von ihnen verfolgt und belästigt.

Ich weiß gar nicht was ich diesbezüglich fordern möchte. Ein Papiersackerl-Verbot? Ein Essverbot in den Zügen? Ich lasse mir da noch etwas einfallen. Vielleicht sollte man all diesen Frauen einmal eine große Papiertüte über den Kopf stülpen und dann ordentlich dran rubbeln und rascheln. Ja, eine Papier-Abreibung die sich gewaschen hat, das gefällt mir. Werde das allerdings wohl nur in meinen Träumen machen können. Bis auf Weiteres heißt es für mich Ohren zu und durch.

Was jetzt aber nicht heißen soll, Männer sind die besseren Zugfahrer, denn auch diese haben ganz bestimmte Macken, welche vielleicht in einer anderen Studie näher vorgestellt werden sollen.

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2 Gedanken zu “Fast schon eine Kampfansage

  1. Mag das auch nicht. Esse auch generell nie unterwegs. Zum Essen soll und muss man sich Zeit nehmen. Tue dies fröhlich und ausgiebig und – wenn möglich -oft am Tag. Vernachlässige es auch manchmal. Aber unterwegs oder am besten mit Pizzastück, kauend, zu Fuß den Weg durch die Menge suchen, um z.B nicht die Bahn zu verpassen kommt für mich nicht in Frage. Es stößt mich ab, andere dabei zu sehen. Hab ich schon erwähnt, dass Essgeräusche mich wahnsinnig machen? 😀

    • Dann sitz doch mal ständig ganz früh morgens im Zug mit ausnahmslos männlichen Mitfahrern.
      Zu 100 % wird im Laufe der Fahrt, egal wie lange oder kurz sie dauert, einer von den pupsen.
      Dann lieber nur aus der Tüte essende Frauen!

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