Kampf gegen Windmühlen

Wenn die Fassade bröckelt und letztendlich alles zerfällt zu Staub. Man sich einfach nicht mehr wiederfinden kann. Hin und her gerissen und in voller Panik versucht man unter den Trümmern etwas von sich selbst zu finden. Zu lange hat man in Spiegel geblickt, die einem ein ganz anderes Ich gezeigt hatten. Es scheint, als sei man die letzte Zeit regelrecht in einem Spiegelkabinett gefangen gewesen. Überall wo man hinblickte ein verstelltes Ich. Größer, stärker und gelassener, manchmal aber auch verschwommen und absolut nicht greifbar. Oder hatte hier alles seine Richtigkeit? Vielleicht ist man aber auch nur in einem großen Labyrinth gefangen gewesen. Völlig abgehetzt versucht man dieses endlich zu verlassen. Zu lange hat man sich eingeredet, dass es doch nur ein Spiel sei. Es völlig spannend sei zu sehen wo einen der Weg hinführt. Nach dem man aber immer wieder falsch abgebogen ist, hört der Spaß irgendwann einmal auf. Fühlt sich nur noch abgeschlagen. Will nichts mehr, als endlich aus dieser Nummer rauskommen. Was tut man jetzt in dieser Situation. Alle Spiegel zerschlagen? Alle Hecken niederreißen? Oder einfach aufgeben? Ich brauche eine Pause. Lasse mich auf den Boden fallen und versuche klare Gedanken zu fassen. Eines ist klar, ich will das alles nicht mehr. Will mein wahres Ich wieder erkennen. Möchte, dass endlich wieder Ruhe einkehrt. Wünsche mir weite Felder und Wiesen anstatt komplizierte und verschachtelte Gänge. Keine Ahnung ob ich den Weg nach draußen finden werde oder eigentlich doch nur wie Don Quijote gegen Riesen kämpfe, die nichts weiter als Windmühlen sind.

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