Fast Food Zombies – I’m lovin it!

Morgenstund hat Gold im Mund! Vielleicht mag das auf einige Mitmenschen zutreffen, auf die Arbeiterinnen einer bestimmten Fast-Food-Kette meines Unvertrauens definitiv nicht. Fast schon in Perfektion beherrschen sie wie es scheint die 3 Ls: langsam, lustlos und vor allem leblos!

Ebenso langsam frage ich mich mittlerweile was es mit der Lebensmittelbranche auf sich hat. Schon in meinem Beitrag Billa – davor hat mich der Hausverstand nicht gewarnt erzählte ich bereits von meinen leidigen Erlebnissen, wenn es darum geht sich mal „auf die Schnelle“ einen Snack zu besorgen. Allerdings habe ich es endlich eingesehen, dass es weder hier noch dort schnell geht. Meine Erläuterungen diesmal, sind dabei aber fürs Erste nur auf eine bestimmte Filiale beschränkt und zwar jene am Bahnhof meiner liebsten Stadt.

Zu allererst gestehe ich: Ja, auch ich schaue ab und zu bei McDonalds vorbei! Eigentlich hauptsächlich um mir meine morgendliche Ration an Koffein zu besorgen. Das mache ich mindestens 2 x die Woche und somit sei mir eine Einschätzung der gegebenen Arbeitsverhältnisse im besagten Schnell-Restaurant erlaubt.

Also, was erwartet mich dort jeden zweiten Morgen? Zum einen mal immer das gleiche Bild und zum zweiten auch immer die gleichen 2 Mitarbeiterinnen. Die Hektik eines Bahnhofbetriebes scheint hier komplett ausgeblendet worden zu sein. So hektisch es draußen zu geht und so schnell man zu seinem Zug eilen muss, so unglaublich langsam herrscht hier der Betrieb. Um es genauer zu sagen: Hier herrscht Zombieland!

Der Blick jeden Morgen der gleiche und zwar: tot! Gut es könnte vielleicht auch an der Uhrzeit liegen, oder auch an dem eventuell niedrigen Gehalt. Aber dennoch! Jeden Morgen, jeden Tag? Hätte ich einen Job, bei dem ich jeden Tag so rumschlurfen und dreinschauen würde, hätte ich mir wahrscheinlich schon längst eine Kugel verpasst (gut, hilft bei einem Zombie ja schließlich auch nichts) oder doch etwas weniger dramatisch, einfach gekündigt.

Eigentlich liegt mir Gehässigkeit überhaupt nicht, aber diese Filiale wäre der perfekte Drehort für einen Zombie-Film – „Burger of the Dead“ sehe ich schon in großen Lettern vor mir. Denn sowohl Blick, als auch Gang sind hier bereits bestens einstudiert. Die Frauen hinter dem Tresen verziehen auch niemals die Miene – no way! Da habe ich schon so einiges versucht. Ja, habe es mir schon bereits als morgendliches Ritual angeeignet verschiedene Gesichtsausdrücke und Begrüßungsformeln an ihnen anzuwenden. Bislang ohne Erfolg. Vielleicht probiere ich es demnächst mit bunter Wuschel-Perücke und Clownsnase aus oder gehe mit Stelzen rein. Was würde ich dafür geben eine Reaktion aus diesen Mädels herauszubekommen. Bereits ein Hochziehen der Augenbraue würde ich als großen Erfolg werten.

Nun gut, eigentlich habe ich es bereits einmal geschafft eine „Mecker-Miene“ bei einer der „Glücklichen“ hervorzurufen. Folgendes war geschehen: An einem Morgen war ne Menge los und da sich die Kaffeemaschine wahrscheinlich bereits an das Tempo ihrer Bedienerinnen angepasst hatte, machte sie nicht so schnell wie es nötig gewesen wäre. Ich gab meine übliche Kaffeebestellung ab und musste mich aber noch etwas gedulden, denn „die Kaffeemaschine läuft heute sehr langsam“ bekam ich es im monotonen Klang zu hören. In der Zwischenzeit bediente die junge Frau aka blonder Zombie die Gäste hinter mir. Was ja an und für sich richtig ist – allerdings wollten auch diese immer wieder und unter anderem einen Kaffee. So machte sie „munter“ drauf weiter und die Kaffeeschlange wuchs ebenfalls weiter an. Weggehen war nicht mehr drinnen, war ja schon alles bezahlt. Während wir so warteten schnappte sich die andere Mitarbeiterin aka dunkelhaariger Zombie in vollkommener Ruhe – natürlich – einen fertigen Kaffee nach dem anderen. Jetzt kommts! Ich wagte es dem Mädel mitzuteilen, dass während wir hier rumstehen und warten sich ihre Kollegin einen Kaffee nach dem anderen zu eigen mache und ob sie nicht so nett sein könnte, mir auch einen zu geben, damit ich meinen Zug noch erwische. Und da war sie, die erste und bis heute letzte Reaktion, die ich jemals wieder von ihr zu sehen bekam: Eine Kombination aus „Ich töte dich“- und „Piss mich nicht an“- Blick! Darauf hin schlurfte (hm, vielleicht ist schnelles Bewegen dort auch einfach verboten …) sie zur Kaffeemaschine um mich bei ihrem Vorgesetzten nachzuäffen. Mission geglückt, würde ich sagen – ich hatte sowohl eine Reaktion, als auch endlich meinen Kaffee. Ich schaffte es sogar noch rechtzeitig zu meinem Zug.

Also schön, sei es wie es sei. Ich böses Mädchen werde mir auch weiterhin dort meinen Kaffee holen, weil es wie gesagt auch einfach schon einen besonderen Unterhaltungsfaktor für mich bekommen hat. Jetzt kann ich nur hoffen, dass man im Zombieland keine Blogs liest, denn ansonsten muss ich mir in Zukunft meinen Kaffee von Zuhause mitnehmen. Eigentlich eine gute Idee, wenn da nicht dafür das frühe Aufstehen notwendig wäre. Denn wenn ich zu früh aufstehen muss, kommt es schon mal vor, dass ich mich wie ein Zombie fühle … der bei McDonalds am Bahnhof arbeitet …

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