Die Sache mit den Entscheidungen

Tagtäglich müssen wir eine ganze Menge an Entscheidungen treffen. Die einen sind dabei bedeutender als die anderen. Entscheidungen wie: Tee oder Kaffee, Joghurt oder Pudding, Hose oder Kleid? Sich für oder gegen das eine oder andere zu entscheiden wird jetzt nicht unbedingt das Leben weltbewegend beeinflussen. Aber auch wenn es manchmal schon bei solch Kleinigkeiten einem Probleme bereitet sich richtig zu entscheiden, da kommt noch mehr. Mehr vom Leben.

Entscheidungen fürs Leben – oder zumindest für eine Zeit lang

Viel schwerwiegender ist es bei Entscheidungen, die wirklich gut überlegt sein wollen und vielleicht auch sollten. Sowohl in der Liebe als auch in der Berufswelt wird man oft vor eine Wahl gestellt. Entscheide ich mich für oder gegen einen Job? Bleibe ich weiterhin in einer Beziehung, die mich nur noch unglücklich macht? Lasse ich mich auf etwas Neues ein? Vielleicht schmeiße ich auch einfach alles hin und wandere aus? Ganz gleich um welches Thema es sich dabei handelt, auf alle Fälle ist man ständig am Abwägen. Man sucht nach allen möglichen Pros und Contras und schätzt das jeweilige Risiko ab. Manchmal versucht man auch einfach zu Pokern.

Dabei gibt es 3 Typen. Die einen gehen bei ihren Entscheidungen überhaupt kein Risiko ein, die anderen stürzen sich regelrecht ins Abenteuer ohne dabei genau zu wissen wo sie letztendlich landen werden. Die dritte Gruppe befindet sich irgendwo dazwischen. Ich habe definitiv einen Hang zu Gruppe 2. Manchmal überkommt auch mich eine Art von Besinnung. Aber leider nur manchmal.

Das tägliche Spiel mit dem Schicksal

Was das Leben anbelangt, komme ich mir deswegen oft so vor, als würde ich mit dem Schicksal jeden Tag Black Jack oder Roulette spielen. Hinzugefügt sei mir des Weiteren auch eine ausgeprägte Art von Spielsüchtigkeit. Mein Verstand schaltet sich in diesen Entscheidungssituationen oft komplett aus. Anstatt seiner stehen mir meine hinterlistigen Freunde „starke Neugier“, „nicht über Konsequenzen nachdenken“ und „vollkommener Enthusiasmus“ zur Seite. Da wird einfach mal gesetzt und gespielt. Welche Entscheidung bringt das meiste Abenteuer-Potential? Diese nehme ich! Da wird nichts ausgelassen. Zu später Stunde hat sich der Verstand schließlich doch noch einen Weg zu mir durchgebahnt – allerdings meistens zu spät.

Kobra übernehmen sie

Aufgrund dieses bei mir vorherrschenden Ungleichgewichts hat meine persönliche Krisen-Task-Force auch ständig etwas zu tun. Fehl-Entscheidungen wieder ausbügeln steht somit an meiner persönlichen Tagesordnung. Allerdings ist diese schon so erfahren, dass sie das bislang immer gut hinbekommen hat. Dennoch macht man sich trotzdem Sorgen und dieser ständige Nervenkitzel – muss das denn wriklich sein? Kann ich meine Entscheidungen nicht einfach mit einem klaren Kopf und einer Menge Verstand treffen? Diese vorher einfach mal ordentlich abwägen?

Ich – unverbesserlich

Aber eigentlich sollte man sich nicht zu sehr den Kopf darüber zerbrechen. Manchmal ist es gut auf seinen Verstand zu hören und in anderen Situationen wiederum auf sein Bauchgefühl. Vielleicht wäre deswegen die Entscheidungs-Gruppe 2 vorzuziehen. Auch wenn man nicht immer alles zu überstürzen braucht, eine kleine Portion an Intuition und Risikobereitschaft ist schon ganz gut. Denn lieber probiere ich etwas Neues aus und verliere hin und wieder, als dass ich immer nur auf Nummer sicher gehe und mir so eine großartige Chance nach der anderen entgehen lasse. Entscheidungen hin oder her … ich entscheide mich dann doch dafür alles beim alten zu lassen. Oder doch nicht? Wenn ich mich doch bloß einmal entscheiden könnte ….!

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2 Gedanken zu “Die Sache mit den Entscheidungen

  1. Ich kenne es nur allzu gut mit diesen Entscheidungen, sozusagen „leide“ ich unter einer Entscheidungsphobie. Immer wieder bin ich erleichtert wenn ein Spruch wie „Entscheide Du!“ erfolgreiche Frucht trägt. Doch wenn ich letztlich doch entscheiden muss, versuche ich das Bauchgefühl zu nutzen. Aus Erfahrung weiß ich, dass sie Logik meist den einfachsten Weg bevorzugt. Und wenn es um langwierige Entscheidungen geht, dann lasse ich doch lieber einfach so geschehen. Und die später auftretenden Hätte-Wäre-Wen-Ideologien die sollte man am besten versuchen ganz aus der Erwägung zu ziehen. – Zusammengefasst: Schöner Text, gut entschiedene Prorokolierung deiner Gedanken.

    • vielen Dank erst einmal – und da bin ich voll und ganz bei dir. Im Nachhinein sich ärgern bringt nichts, außerdem weiß man auch gar nicht was mit der anderen Wahl wohl geworden wäre…. im Endeffekt alles nur Spekulationen und man sollte einfach für egal man sich entschieden hatte, einfach das Beste daraus machen und falls es doch die falsche Entscheidung war, gibt es auch immer Wege diese wieder zu korrigieren…. 🙂

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