Zu eckig um rund zu sein

Zuallererst gleich vorweg: Ja, ich nerve mich schon selbst gehörig! Den einen Tag habe ich das Gefühl die Königin der Welt zu sein und am nächsten Tag finde ich mich im launischsten Miesepeter-Kostüm wieder. Wahrscheinlich habe ich mir auch die Phasen, das alles Prima ist, auch einfach prima-mäßig eingeredet. Was ist dieses Jahr bloß los mit mir? Ist es das Alter, sind es die Hormone, sind es meine Lebensumstände, sind es kosmische Einstrahlungen oder wurde ich von Außerirdischen entführt, kann mich daran aber nicht mehr erinnern und bin deshalb meistens voll neben der Spur? Ich weiß es nicht. Fakt ist, ich fühle mich wiedermal alles andere als praktisch und gut. Lediglich quadratisch.

Wahrscheinlich bin ich nicht die erste und vor allem einzige Person, der es so ergeht. Man hat keine Ahnung was los ist. Weiß nur das etwas ganz und gar nicht stimmt. Sich den Kopf darüber zu zerbrechen was jetzt tatsächlich hinter all dem steckt, möchte  man auch nicht mehr. Bringt meistens ja ohnehin nichts. Entweder hat man die eigentlichen Gründe perfekt verdrängt oder eben einfach keine Nerven mehr dafür diesen auf den Grund zu gehen. Wie gesagt, das Alter, die Laune etc. Mehrere Faktoren spielen hier eine Rolle.

Was jetzt aber tun? Decke über den Kopf ziehen ist eine Möglichkeit, geht allerdings leider nicht über längere Zeit. Immer diese Verpflichtungen, die man eigentlich auch am liebsten endlich über Bord werfen möchte.

So tun als ob nichts wäre und einfach darauf warten, dass bessere Zeiten herein brechen – man sich endlich wieder wohl fühlt in seiner Haut. Ein Plan der großartig funktioniert wenn man mit sich voll und ganz im Reinen ist oder auch einfach ein apathisches Naturell besitzt. Keines von beiden trifft jetzt unbedingt auf mich zu und vor lauter Abwarten (dass sich alles von selbst regelt) und Tee trinken, habe ich schon mehr Tee getrunken, als ganz England in den letzten 50 Jahren zusammen.

Da widme ich mich doch lieber mal dem Alkohol. Ich weiß, Alkohol ist auch keine Lösung, aber etwas Beruhigung der Nerven auf diese Art schadet mir bestimmt nicht. Für längerfristige Optimierung meines Seelenwohles muss ich mir allerdings etwas anderes Suchen. Das ist mir schon klar.

Dann mal weiter mit anderen möglichen Maßnahmen um mein unrundes Da-Sein etwas erträglicher zu machen. Genau, Sport betreiben wäre hier die optimale Alternative. Die einzig wahre Lösung. Allerdings wenn man derzeit etwas außer Gefecht gesetzt ist auch leider keine gute Wahl.

Das was mir gerade am meisten verlockend erscheint ist eine lange Reise. Eine Reise, bei der man alles einfach hinter sich lässt. Vielleicht auch einfach irgendwo hinfahren um ein komplett neues Leben anzufangen? Ich werde mir diese Option nach dem Sport bei einem Drink mit der Decke über den Kopf mal genauer durch denselbigen gehen lassen.

2 Gedanken zu “Zu eckig um rund zu sein

  1. Tapetenwechsel ist das, was mir immer geholfen hatt. Es hört sich so an, als seist Du etwas ruhelos. Da hift eine „spontane Planung“. Such Dir ein Projekt im Ausland. Au-Pair in Frankreich, eine neue Sprache lernen (oder vertiefen) ist sicher eine Alternative. Eine frische Brise um die Nase wehen lassen hilft. Hüte das Ferienhaus von jemandem, aus dem Bekannten- oder Familienkreis. Such Dir nen Untermieter für Deine Wohnung, so sparst Du die Miete und kannst Dich ein paar Monate absetzen, ohne die Wohnung aufzugeben. Hab ich öfter gemacht. Nimm Dir ne Auszeit und lass die Welt sich einfach drehen. Alles andere ergibt sich dann.🙂

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