Mein Leben als Seifenoper

Hell yeah und es startet schon wieder ein neuer Tag, eine neue Woche, ein neues Blabla! Wie mag es diese Woche weitergehen, was wird unsere Protagonistin noch alles erleben oder auch überstehen müssen?

Wie  bei einer super-kitschigen Seifenoper muss auch ich immer warten, dass eine neue Folge startet. Ich habe jedesmal die Hoffnung, dass sich genau heute alles auflösen wird! Oder zumindest sich etwas Neues, Tolles, Unerwartetes auftut. Ja, manchmal komme ich mir wirklich wie die Hauptdarstellerin so einer Sendung vor. Und wie üblich werden DarstellerInnen und ihre Themen bis zum Geht-nicht-mehr durchgekaut und wiederholt. Immer wieder wird etwas zum Höhepunkt gesteigert. „Jetzt, jetzt wird man erfahren ob es ein Happy End geben wird!“. Aber genau kurz bevor es dazu kommt – bam – hört die Folge abrupt auf! „Aaaaahhhh nein!“ Ja genau, schon wieder wurde die Auflösung verschoben. Mann, das nervt aber auch.

Manchmal stürze ich mich sogar in super fatale Entscheidungssituationen, wo ich mir denke „Das kann doch jetzt nicht dein Ernst sein?“ Eigentlich fehlt dann in solchen Momenten nur noch die tragische Musik zum Abschluss und ein theatralischer Blick von mir, meines Gegenübers oder sonst wem. Hauptsache dramatisch. Und weswegen das alles bitte? Der Einschaltquoten wegen, klar!

Mich würde aber wirklich interessieren, wer sich das ansieht? Sitzen „oben“ im Universum eine Menge Leute, die nichts Besseres zu tun haben, als mir beim Leben zuzusehen? Ja wahrscheinlich. Sie fiebern und leiden mit mir mit. Freuen sich, wenn etwas Gutes passiert. Ärgern sich wenn ich mal wieder so typische „Fräulein-Aktionen“ reiße und vielleicht gibt es sogar ein bis zwei, die sich sogar heimlich ins Fäustchen lachen, wenn ich mal wieder etwas verbocke! Tja, nur zu gut, dass ich meinem Publikum da auch wirklich immer etwas zu bieten habe.

Obwohl manchmal bin ich mir bezüglich des Formates nicht ganz sicher. Eine Sitcom käme meinem Leben in manchen Fällen auch ziemlich nahe. Aber wie auch immer, ob Seifenoper oder Sitcom, zum Glück handelt es sich um meine ganz persönliche Serie, wo auch ich hin und wieder am Regiepult Anweisungen geben darf. Genau und so werde ich diese Woche Unangenehmes und Nerviges absichtlich und durchaus gewollt mal lässig außen vor lassen. Mit dem schlage ich mich einfach in einer der nächsten Wochen rum. Naja wer weiß, vielleicht lasse ich doch noch etwas Drama zu, aber dann nur ganz kurz und nur der Einschaltquoten wegen. Auf alle Fälle habe ich mein Wochenprogramm schon mal sehr abwechslungsreich gestaltet. So das für jeden etwas dabei sein wird – vor allem für mich! Also einfach wieder einschalten, wenn es wieder heißt „Santown – das Lieben und Leben der Frau S.“!

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