Zeit für eine Veränderung

Manchmal gibt es Zeiten, da hat man das Gefühl alles verändert sich. In einem und um einen herum. Dennoch, irgendetwas scheint einen fest umschlungen zu halten. Man kann sich kaum von der Stelle rühren, geschweige denn weiter fortbewegen. Man scheint in einer Art Standby-Modus gefangen zu sein. Zwar will oder braucht man eine Veränderung, aber weder weiß man so richtig wie sie auszusehen hat, noch wie man überhaupt dort hingelangen kann. Man scheint dazu verdammt zu sein zu warten. Fühlt sich wie auf einem Bahnhof. Eigentlich sollte der Zug schon längst da sei, aber er wird sich wohl verspäten. Ein klein Wenig. Man kennt das bereits, aber mit ein bisschen Geduld bekommt man das Warten hin. Die Zeit verstreicht. Mal steht man rum. Mal geht man auf und ab. Liest etwas. Holt sich einen Kaffee. Dann ein Blick auf die Uhr und man denkt sich „Endlich, jetzt kommt er gleich. Bald geht es los!“ und dann erneut eine Durchsage. „Der Zug wird sich um ein Weiteres verspäten“. Das kann doch jetzt nicht wahr sein! Wann kommt sie jetzt denn endlich, diese Veränderung? Wie gerne würde man doch mit diesem Zug fahren. Tja, aber irgendwann hat man einfach keine Lust mehr zu warten. Packt seine Geduld in den nächsten Mülleimer und geht entweder wieder nach Hause zu seinen alten Gewohnheiten und Denkweisen oder aber entscheidet sich für eine andere Art der Fortbewegung. Aber manchmal muss man gar nicht erst wo ankommen um eigentlich schon dort zu sein. Vielleicht hat man einfach nur nicht gemerkt, dass die Veränderung ohnehin schon da war. Nur bloß anders als eigentlich geplant. Da kann es auch schon passieren, dass man erst zu spät merkt, dass hierfür der Zug bereits abgefahren ist. Damit das in Zukunft nicht mehr geschieht, sollte man mit dem Warten einfach aufhören. Die Ketten, die einen festhalten, zerschlagen und wenn man wieder einmal am Bahnhof des Lebens steht, ruhig mutig sein. Einfach in einen der nächsten Züge springen und sich überraschen lassen. Was kann denn schon großartig passieren? Es ist an der Zeit alte Sorgen über Bord zu werfen und etwas zu riskieren. Denn eines ist sicher, so sehr sich auch manche Situationen anfänglich ähneln, im Prinzip ist jede von ihnen eine ganz eigene und neue. Man kann sie nie mit Altem vergleichen. Sich hinter alten Gewohnheiten und Erfahrungen zu verstecken,  das dürfte wohl wahren Stillstand bedeuten und bringt uns letztendlich nirgendwo mehr hin. Außerdem sollte man nicht vergessen: Wie jede einzelne Reise letztendlich ausgeht, kann ohnehin niemand vorher sagen und gibt es was Schöneres als voran zu kommen? Sich fortzubewegen? Zu Reisen und weitere Erfahrungen zu sammeln? Gut, dass ich gerne Reise. Vor allem mit dem Zug. Aber da muss ich auch schon los, ich glaube nämlich meiner ist doch noch nicht abgefahren …

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