Gedanken zu einer neuen Gesellschaft

Die Gedanken mögen vielleicht frei sein, das Tun ist es aber leider nicht. Überall wo man hinsieht gibt es Regeln, Grenzen, Gesetze, die man einzuhalten hat. Alles wird mit einer Bedeutung verbunden, von der man sich nicht abwenden darf. (Selbst die Textzeile „Die Gedanken sind frei“ sind mittlerweile von mehreren Seiten okkupiert worden. Ich nehme mir aber hier die Freiheit, diesen Satz als einfachen Satz zu verstehen ohne jegliche Verbindung zu irgendwem oder -was, denn im Endeffekt sind es nur aneinander gereihte Wörter mit der von MIR gegebenen Bedeutung. Nicht der von anderen.)

Von Kindheit an werden wir in ein gesellschaftlich vorgegebenes Korsett gezwängt. Manche von ihnen werden von äußeren Regelungen und Ansichten sogar dermaßen in diese eingezwängt, dass sie irgendwann daran ersticken. Dabei findet das alles unter gut gemeinten Bedingungen statt. Aber nicht für jeden passt nun einmal der Weg, den ein anderer vorherbestimmt hat.

Macht aber nicht gerade das den Reiz des Lebens aus, ihn selber zu gehen und zu erforschen, anstatt von anderen irgendwohin dirigiert zu werden?

Gewisse Regeln sind gut und vereinfachen das Leben, aber sind wirklich so viele nötig und vor allen Dingen, wer hat das Recht diese zu bestimmen und festzulegen? Die Mehrheit? Die Intellektuellen? Diejenigen die gerade an der Macht sind? Familie und Freunde? Wer sagt, dass diese das Richtige tun? Wir werden immer mehr zu fremdbestimmten Marionetten, denen eigenes Denken und Handeln abgenommen bzw. verboten wird. Die Gesetzbücher werden immer dicker und Vorsichtmaßnahmen, die bei Nichteinhaltung sofort bestraft werden, betreffen mittlerweile so gut wie jede Lebenssituation. Wieso darf ich nicht selbst über mein Leben bestimmen, solange ich niemand anderen damit schade? Ich will nicht in einer Welt voller Schwarz und Weiß mit maximal Grau leben. Ich bevorzuge es lieber bunt und vielfältig. So wie wir Menschen eigentlich sind.

Ich will nicht mehr länger an den Seilen einer bornierten und vor allem überängstlichen Gesellschaft hängen. Ich wünschte mir eine Welt, wo man wieder lernt sich selbst und auch in das Tun der anderen zu vertrauen und in der man so sein darf, wie man in dem Moment seines Lebens eben gerade sein möchte. Langsam beginne ich mich von diesen Fesseln zu befreien und folge meinen eigenen liebevollen Regeln. Lebensansichten anderer lasse ich mir nicht mehr länger überstülpen, denn letztendlich weiß niemand besser darüber Bescheid, was für mich das Richtige ist, als ich selbst. Selbst wenn es sich im Nachhinein als „Fehler“ herausstellen sollte, so bin ich dennoch froh, die Möglichkeit gehabt zu haben, selber entschieden zu haben. Ich nehme diese Erfahrung liebend gern mit und weiß dann bei meinen nächsten Schritten, was ich vielleicht anders machen könnte. Könnte – ist übrigens das Stichwort. Mittlerweile habe ich alle „Sollte“ aus meinem Gedankenvokabular gestrichen und durch das viel bessere „Könnte“ ausgetauscht. Jetzt MUSS ich nichts mehr, sondern jetzt KANN ich alles machen was ich möchte. Die Entscheidung liegt ganz allein bei mir und diese gewonnene Freiheit verleiht mir ein mehr als gutes Gefühl. Jeder der sich mit diesem Unterschied näher beschäftigt, wird es fühlen was ich damit meine.

Ebenfalls befreit habe ich mich von der Annahme für das Tun und Lassen anderer mich verantwortlich zu fühlen. Es ist mir nicht egal, wie es anderen geht. Im Gegenteil, aber genau die gleiche Freiheit und das Vertrauen anderer in mich, welche ich mir von ihnen wünsche, lasse ich ihnen zukommen. Ich bin für sie da, wie auch immer sie sich entscheiden werden und indem ich die Probleme anderer nicht mehr zu meinen Problemen mache und mich vielleicht auch noch einmische, lasse ich uns allen die Freiheit für uns selbst zu bestimmen und den Weg zu gehen, den ein jeder vielleicht eben gehen muss.

Des Weiteren befreit habe ich mich von der Vorstellung der Endgültigkeit, von der Endgültigkeit einer Entscheidung. Egal welche Schritte ich mache, ich habe keine Angst mehr davor, nie wieder aus einer Situation heraus zu kommen. Ganz nach dem Motto: Whatever comes my way – I can handle it! Ich habe das Selbstvertrauen in mich und mein Leben zurück erlangt, in dem ich mittlerweile wieder weiß, dass ich auch schwierige Situationen in meinem Leben meistern kann. Ich kann somit nicht völlig äußere Regeln und Grenzen durchbrechen, aber meine innere Freiheit habe ich mir wieder zurück geholt und diese Freiheit pflege ich mit viel Liebe, damit sie weiter wächst und immer größer wird.

In diesem Sinne, vielleicht keimt demnächst auch bei anderen die Saat der Freiheit … und wächst und wächst zu letztendlich etwas Großem heran …

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