Die Wirklichkeit des Moments

Ruhig und still zeigst du dich Moment. Du bist wie du bist. Weder gut noch schlecht. Weder aufregend noch beruhigend. Du bist einfach was du bist. Diese Stille ist ungewohnt. Da zieht auch schon der Wind auf und ein Rauschen durchbricht die Stille. Es sind meine Gefühle, meine Gedanken, meine Erinnerungen. Damit färbe ich dich ein Moment. Weiterlesen

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Kaffee und Sahne

2016-05-28 07_29_02-Online Photo Editor _ Pixlr Editor _ Autodesk PixlrDer Kaffee schmeckt so bitter wie ihre Gedanken. „Wahrscheinlich habe ich den Geschmack für Kaffee ebenso verloren wie jenen für die Liebe“, sagt sie sich und rührt noch mehr Sahne in ihren Kaffee. Würde sie jemand fragen, wann sie das letzte Mal so richtig verliebt war, sie wüsste es wahrscheinlich gar nicht mehr so genau. „Du meinst das mit dem ganzen Drum und Dran und Schmetterlinggedöns? Ja richtig, ich habe keine Ahnung. Es erscheint mir allerdings wie eine Ewigkeit. Es dürfte Jahre zurück liegen.“ Ihr Blick wandert wieder zur Kaffeetasse. Sie sieht der Sahne dabei zu wie sie sich mit dem Kaffee vermischt und denkt dabei an ihre letzte Beziehung. „Da gab es leider nichts zu vermischen. Wir waren da eher wie Weiterlesen

An diesem Ort

Rückzug, das ist alles was sie sich im Moment wünscht. Ein Rückzug an einen stillen Ort, frei von Worten, Meinungen, Ansichten, Erlebnissen, Erfahrungen anderer. Frei vom Leben um sie herum. Sie wünscht sich gerade nur an einem einzigen Ort zu sein, jenem stillen Platz in ihrem Kopf und in ihrem Herzen, in dem sie einfach sein kann, sein darf. An jenem Ort, welcher sie einhüllt mit Liebe, Ruhe, Verständnis und Gelassenheit. Ein Ort, an dem alles möglich ist aber nichts sein muss. Wo sie unbeschwert in den Tag leben kann und sich nicht unentwegt mit Rechtfertigungen, Erklärungen, Erwartungen und geforderten Zukunftsprognosen abgeben muss. Hier an diesem Platz wird sie wieder zur Ruhe kommen und ihr Kopf kann sich endlich frei von Allem machen, um nur jenen Worten und Gedanken darin Raum zu geben, die grenzenlos erscheinen. An diesem Ort entstehen endlich wieder viele kleine Geschichten in ihrem Kopf, die sich zu etwas Großem zusammenfügen können. An diesem Ort ist sie zu Hause. Hier hin möchte sie wieder zurück kehren. Der Platz ist nur noch einmal Loslassen entfernt. Sie kann ihn schon sehen, kann ihn schon spüren. Nur noch ein Wimpernschlag und die Reise kann beginnen. Sie schließt ihre Augen und ist bereit sich fallen zu lassen, bereit für ihren Rückzug … an diesen Ort.

Gedanken zu einer neuen Gesellschaft

Die Gedanken mögen vielleicht frei sein, das Tun ist es aber leider nicht. Überall wo man hinsieht gibt es Regeln, Grenzen, Gesetze, die man einzuhalten hat. Alles wird mit einer Bedeutung verbunden, von der man sich nicht abwenden darf. (Selbst die Textzeile „Die Gedanken sind frei“ sind mittlerweile von mehreren Seiten okkupiert worden. Ich nehme mir aber hier die Freiheit, diesen Satz als einfachen Satz zu verstehen ohne jegliche Verbindung zu irgendwem oder -was, denn im Endeffekt sind es nur aneinander gereihte Wörter mit der von MIR gegebenen Bedeutung. Nicht der von anderen.)

Von Kindheit an werden wir in ein gesellschaftlich vorgegebenes Korsett gezwängt. Manche von ihnen werden von äußeren Regelungen und Ansichten sogar dermaßen in diese eingezwängt, dass sie irgendwann daran ersticken. Dabei findet das alles unter gut gemeinten Bedingungen statt. Aber nicht für jeden passt nun einmal der Weg, den ein anderer vorherbestimmt hat.

Macht aber nicht gerade das den Reiz des Lebens aus, ihn selber zu gehen und zu erforschen, anstatt von anderen irgendwohin dirigiert zu werden?

Gewisse Regeln sind gut und vereinfachen das Leben, aber sind wirklich so viele nötig und vor allen Dingen, wer hat das Recht diese zu bestimmen und festzulegen? Die Mehrheit? Die Intellektuellen? Diejenigen die gerade an der Macht sind? Familie und Freunde? Wer sagt, dass diese das Richtige tun? Wir werden immer mehr zu fremdbestimmten Marionetten, denen eigenes Denken und Handeln abgenommen bzw. verboten wird. Die Gesetzbücher werden immer dicker und Vorsichtmaßnahmen, die bei Nichteinhaltung sofort bestraft werden, betreffen mittlerweile so gut wie jede Lebenssituation. Wieso darf ich nicht selbst über mein Leben bestimmen, solange ich niemand anderen damit schade? Ich will nicht in einer Welt voller Schwarz und Weiß mit maximal Grau leben. Ich bevorzuge es lieber bunt und vielfältig. So wie wir Menschen eigentlich sind.

Ich will nicht mehr länger an den Seilen einer bornierten und vor allem überängstlichen Gesellschaft hängen. Ich wünschte mir eine Welt, wo man wieder lernt sich selbst und auch in das Tun der anderen zu vertrauen und in der man so sein darf, wie man in dem Moment seines Lebens eben gerade sein möchte. Langsam beginne ich mich von diesen Fesseln zu befreien und folge meinen eigenen liebevollen Regeln. Lebensansichten anderer lasse ich mir nicht mehr länger überstülpen, denn letztendlich weiß niemand besser darüber Bescheid, was für mich das Richtige ist, als ich selbst. Selbst wenn es sich im Nachhinein als „Fehler“ herausstellen sollte, so bin ich dennoch froh, die Möglichkeit gehabt zu haben, selber entschieden zu haben. Ich nehme diese Erfahrung liebend gern mit und weiß dann bei meinen nächsten Schritten, was ich vielleicht anders machen könnte. Könnte – ist übrigens das Stichwort. Mittlerweile habe ich alle „Sollte“ aus meinem Gedankenvokabular gestrichen und durch das viel bessere „Könnte“ ausgetauscht. Jetzt MUSS ich nichts mehr, sondern jetzt KANN ich alles machen was ich möchte. Die Entscheidung liegt ganz allein bei mir und diese gewonnene Freiheit verleiht mir ein mehr als gutes Gefühl. Jeder der sich mit diesem Unterschied näher beschäftigt, wird es fühlen was ich damit meine.

Ebenfalls befreit habe ich mich von der Annahme für das Tun und Lassen anderer mich verantwortlich zu fühlen. Es ist mir nicht egal, wie es anderen geht. Im Gegenteil, aber genau die gleiche Freiheit und das Vertrauen anderer in mich, welche ich mir von ihnen wünsche, lasse ich ihnen zukommen. Ich bin für sie da, wie auch immer sie sich entscheiden werden und indem ich die Probleme anderer nicht mehr zu meinen Problemen mache und mich vielleicht auch noch einmische, lasse ich uns allen die Freiheit für uns selbst zu bestimmen und den Weg zu gehen, den ein jeder vielleicht eben gehen muss.

Des Weiteren befreit habe ich mich von der Vorstellung der Endgültigkeit, von der Endgültigkeit einer Entscheidung. Egal welche Schritte ich mache, ich habe keine Angst mehr davor, nie wieder aus einer Situation heraus zu kommen. Ganz nach dem Motto: Whatever comes my way – I can handle it! Ich habe das Selbstvertrauen in mich und mein Leben zurück erlangt, in dem ich mittlerweile wieder weiß, dass ich auch schwierige Situationen in meinem Leben meistern kann. Ich kann somit nicht völlig äußere Regeln und Grenzen durchbrechen, aber meine innere Freiheit habe ich mir wieder zurück geholt und diese Freiheit pflege ich mit viel Liebe, damit sie weiter wächst und immer größer wird.

In diesem Sinne, vielleicht keimt demnächst auch bei anderen die Saat der Freiheit … und wächst und wächst zu letztendlich etwas Großem heran …

Platz (ge)schaffen

Die Zeit vergeht und sie erkennt immer mehr, wie weit sie doch schon gekommen ist. Mit all dem Anders-Denken und dem Gefühle-Zulassen. Am Anfang war es eigenartig, ja, fast schon völlig fremd. Naja, immerhin war auch sie sich bislang ziemlich fremd gewesen. Ein Etwas in einer Hülle Namens Körper eingepackt. Trotz Raum war kein Platz zum Leben da gewesen. Zu voll war es mit all den ganzen Gedanken und Meinungen um sie herum, die sich letztendlich in ihrem Kopf eingenistet hatten. Wie ein Messie der Gedanken hat sie alles was es gab und auf sie zugekommen ist, wie ein Schwamm aufgesaugt.

Auch jenes was gar nicht für sie bestimmt war. Alles hatte sie aufgelesen und gelagert. Übereinander. Nebeneinander. Jede noch so kleine Lücke hatte sie mit Gedanken gefüllt. Es hatte Jahre – ihr ganzes Leben eben – gedauert, das ganze Gedanken-Chaos in ihrem Kopf zu füllen und nicht nur dort. Bis in die kleinste Zehe hatte sie alles mit Äußerem gepackt gehabt. Platz für Inneres war somit nicht mehr vorhanden gewesen. Aber eines Tages blieb die Zeit stehen. Abrupt – und zwar so plötzlich, dass sie sich nicht mehr festhalten konnte und fiel. All ihre gesammelten Gedanken und Meinungen fielen wie Millionen von Blättern aus ihr heraus. Als sie erwachte fand sie sich begraben unter all diesen Blättern von Alt-Lasten vor. Sie wusste, wollte sie jemals wieder aufstehen, musste sie sich durch diesen Berg durcharbeiten. Zuerst fiel ihr das Wegwerfen mehr als schwer. Sie überlegte Bei jedem einzelnen Blatt lange hin und her, ob sie diesen Gedanken behalten sollte, ihn weiter für richtig halten oder ihn doch lieber frei zu geben. Ihn dorthin zu adressieren, wo er auch wirklich hin gehörte. Mit der Zeit fiel es ihr dann immer leichter schnelle und vor allem für sie richtige Entscheidungen zu treffen. Jenes zu behalten was ihres war und jenes loszulassen, welches sie nicht mehr brauchte, nicht mehr haben wollte. Mittlerweile ist ihr „Zuhause“ kaum wieder zu erkennen. Lichtdurchflutet und „voll“ von Platz zum Atmen und Leben. Es steht ihr wirklich. Es ist ein schönes Gefühl und: sie lässt es zu.

Gewohnheiten sortieren

Alte Gewohnheiten durchbrechen! Jawohl, das soll mal zur Abwechslung mein neuestes Hobby werden. Alles klar – zumindest gedanklich. Der Vorsatz ist vorhanden, jetzt kommt aber erst der harte Brocken. Was sind eigentlich meine alten Gewohnheiten und sind nicht doch welche dabei, die eigentlich gar nicht so schlecht sind. Wie Aschenputtel knie ich am Boden und sortiere so vor mich hin. Die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen.

Allerdings ist das gar nicht so einfach Gewohnheiten als solche überhaupt einmal zu identifizieren oder deklarieren. Gut, mit Fremdwörtern jonglieren möchte ich definitiv nicht als Gewohnheit beibehalten. Auch wenn diese im vermeintlichen Sprachgebrauch gut integriert sind, kann man doch auch einfacher schreiben. Der englische Dichter und Literaturkritiker Samuel Johnson sagte bereits über Gewohnheiten: „Die Fesseln der Gewohnheit sind meist so fein, daß man sie gar nicht spürt. Doch wenn man sie dann spürt, sind sie schon so stark, daß sie sich nicht mehr zerreißen lassen.“ Mich zieht es eher zu einer verständlichen Sprache hin. Also lasse ich mich von dieser Art von Gewohnheit sicher nicht fesseln und versuche diese so gut es geht abzulegen. Eigentlich auch eine nette Herausforderung. Mal versuchen ohne Fremdwörter durch den Alltag zu kommen. Aber ich verzettel mich gerade. Ja genau, eine andere Gewohnheit von mir.

Welche Gewohnheiten fallen mir noch ein. Da hätten wir mal meinen morgendlichen Blick – oder vielmehr Klick – auf Facebook. Eigentlich habe ich ja nicht einmal wirklich Lust darauf, allerdings handelt es sich bei mir und Facebook um eine Art von verselbstständigten Zwang. So wie der morgendliche Gang zur Kaffeemaschine und ins Bad ebenfalls eher ferngesteuert geschehen, so landet auch mein Finger irgendwie automatisch auf der Einschalttaste meines Laptops und nach der Reihe öffnen sich nicht nur meine Arbeitsprogramme, sondern auch die verschiedensten Internet-Seiten, wie FB zum Beispiel. Also gut, immerhin arbeite ich auch vom PC aus, da ist das schon wieder normal. Sollte ich also diese Gewohnheit durchbrechen? Ich glaube, da gibt es bestimmt nervigere Gewohnheiten mit denen ich mal beginnen könnte. Allerdings hat sich meine FB-Verweildauer ohnehin bereits drastisch minimiert. Ein Wunder! Es geht also doch auch ohne Facebook. Irgendwie oder zumindest kürzer.

Eine weitere Gewohnheit scheint langsam meine mangelnde Arbeitsmotivation zu werden. Wie ein Teenager, dem auch alles andere wichtiger erscheint als seine Pflichten, wandel ich durch den Tag. Gut, es ist noch nicht so weit, dass ich überhaupt nichts mehr mache. Eigentlich mache ich sogar eine ganze Menge. Aber viel lieber würde ich nur noch schreiben, musizieren, malen oder verreisen. Vielleicht sollte ich mir jemanden suchen, der mich in dieser Art zu Leben unterstützen möchte? Wer dies gerne tun würde – bei Interesse einfach melden …  oder vielleicht doch nicht, denn wenn es etwas gibt, das ich gar nicht leiden kann, dann ist es abhängig von jemanden zu sein. Auch eine Art Gewohnheit von mir.

Jetzt wo ich ins Aufzählen komme entdecke ich, dass ich noch eine Vielzahl an weiteren Gewohnheiten zu bieten hätten. Doch würde das hier zu weit gehen und wahrscheinlich auch nicht all zu viele wirklich interessieren. Deswegen verschone ich mein Leserpublikum. Die Botschaft ist auch so bestimmt rüber gekommen. Welche Botschaft? werden sich einige Fragen. Diese werde ich einfach mal mit Alfred Polgers Worten zitieren (obwohl ich selber keine Ahnung habe, warum ich heute ständig zitiere oder schöner gesagt, die Worte eines anderen wiedergebe): „Gewohnheiten sind gleich Fingerabdrücke des Charakters“. Eben, ich bin nun mal die die ich bin, wahrscheinlich gerade auch wegen meiner Gewohnheiten und so lange mich oder andere diese nicht all zu sehr nerven, dürfen sie auch ruhig weiter bestehen. Ich frage mich ob das jetzt auch wieder so eine Art Gewohnheit ist, Dinge enthusiastisch anzugehen und dann doch nicht zu Ende zu bringen? Ich glaube da widme ich mich dann doch noch gleich einer anderen Gewohnheit von mir: über Dinge ordentlich nachzudenken …

Meine Gedanken feiern Party

Wie ich es hasse, hier zu sitzen. Mit all meinen wirren Gedanken. Ich würde sie wirklich gerne frei geben. Aber sie wollen einfach nicht. Nein, im Gegenteil. Sie beschließen es sich hier bei mir so richtig gemütlich zu machen. Sie breiten sich regelrecht aus. Die einen trinken genüsslich Rotwein und halten intellektuelle Gespräche, die anderen feiern eine wilde Party und schütten sich einen Shot nach dem anderen rein. Eine dritte Gruppe hat sich in eine Ecke zurück gezogen und meditiert so vor sich hin. Einige ziehen ein griesgrämiges Gesicht und wiederum andere fühlen sich einfach nur wohl und genießen den Augenblick. Bei diesem Anblick fallen mir plötzlich folgende Textzeilen ein: „It’s my party and I’ll cry if I want to, cry if I want to. You would cry too if it happened to you!”.

Die Partygäste

Gut, so richtig heulen muss ich dann doch nicht, aber es nervt ganz schön. Immer dann wenn ich das Gefühl habe endlich aufgeräumt zu haben, kommt schon der nächste Trupp an. Manchmal sind es alte Bekannte, oftmals aber auch mir völlig neue Party-Crasher. Ich glaube es wird Zeit für einen Türsteher. Jawohl. Wo kommen wir denn hin, wenn hier jeder bei mir so ein und ausgehen kann. Dabei ist es schade, dass sie nicht so wirklich aus sich raus wollen. Denn in jedem von ihnen steckt eine großartige Geschichte. Ich könnte über jeden von ihnen einen Blog schreiben. Aber noch zieren sie sich. Sind noch viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt.

Die Gesprächsthemen

Die einen diskutieren darüber warum andere uns oft nicht so sehen wie man selbst doch eigentlich ist und warum man sich deswegen so ärgern muss. Andere wiederum können es einfach nicht verstehen, dass gewisse Mitmenschen ständig in ihrer Vergangenheit leben und darauf hoffen, dass diese 1:1 wieder in ihrer Gegenwart auftaucht. Was dabei auch gleich wieder die Frage aufwirft: Wieso ärgert das einen selbst? Jedes Grüppchen hat dabei seinen eigenen Gesprächs- und Diskussionsstoff. Die Meditierenden und Tanzenden ausgenommen, die machen es sich etwas einfacher. Sie lassen die Dinge so wie sie sind. Schalten ab oder tanzen sich frei. Mal schauen ob ich einen der Gedanken nicht doch noch zu fassen kriege. Ihn dazu bekomme endlich Klartext mit mir zu reden. So schwer kann das doch nicht sein, oder? Vielleicht sollte ich aber auch einfach einmal abschalten und gemeinsam mit ihnen feiern. Wer weiß, eventuell lernt man sich so endlich besser kennen …

Einfach nur Chaos

Manchmal hat man das Gefühl so viel sagen, so viel in Ordnung bringen zu müssen. In einem selbst stecken so viele Dinge, die irgendwie und vor allem ständig raus möchten. Seien es Gefühle, Gedanken oder Ideen. Was jetzt an und für sich gesehen noch gar keine große oder vielleicht auch schlechte Sache ist. Problematisch wird es allerdings, wenn ein wahres Chaos daraus entsteht.

Wie in einer Millionenmetropole, einem der größten Bahnhöfe der Welt oder einem orientalischen Basar herrscht in einem selbst reges Treiben, lautes Stimmengewirr und völliges Durcheinander. Reize überfluten einen im wahrsten Sinne des Wortes. Jeder Gedanke möchte vorrangig beachtet werden. Die Gefühle sind sich ebenfalls alles andere als einig und von den Ideen gar nicht zu sprechen. Chaos pur! Am liebsten würde man laut in sich hinein schreien. Ein alle Stimmen verstummendes Ruhe!!! von sich geben. Was jetzt aber leichter gesagt als getan ist, denn wie eine aufgebrachte Horde, hören die einem überhaupt nicht mehr zu. Da kann man so viel Schreien und um Ruhe bitten was man will. Hier seinen Gedanken, Gefühlen und Ideen nachzukommen oder gar ihnen Ausdruck zu verleihen hat somit überhaupt keinen Sinn mehr. Es würde doch nicht das rauskommen, was man eigentlich sagen wollte, was man eigentlich meinte. Man setzt zum Sprechen an, bricht aber sofort wieder ab. Eigentlich ist man nur noch müde von dem ganzen Ordnen, Sortieren, Verstehen und Wollen. Ich habe beschlossen mich etwas abseits hinzustellen und an diesen chaotischen Zuständen in mir einfach nicht mehr weiter teilzunehmen. Wie eine Außenstehende lasse ich sie einfach machen, mische mich nicht mehr ein und lasse den Dingen ihren Lauf.

Das gleiche gilt auch für all das was momentan um mich herum geschieht. Auch hier lasse ich Menschen einfach das denken und annehmen was sie wollen. Lasse sie tun und dabei alles an mir abprallen. Wozu auch sich erklären oder Sachen richtig stellen. Im Grunde wird dadurch auch nichts anders, nichts besser. Hauptsache es kehrt wieder Ruhe ein. Deswegen fahre ich innerlich einfach mal auf Urlaub und hole mir all die Energie, die mir in letzter Zeit von mehreren Stellen gleichzeitig geraubt wurde, wieder zurück.

Schöne sonnige Urlaubsgrüße wünscht eure Bloggerin!