Ich sehe was, was du nicht siehst

Ich sehe was, was du nicht siehst … und das ist meine ganz eigene Welt, tief in mir drinnen. Von mir in Licht und Schatten getaucht und mit meinen erlebten Emotionen versehen.

Ich sehe was, was du nicht siehst … und das ist meine ganz eigene Interpretation all jener Dinge, die um mich herum geschehen. Mein Blickwinkel  und meine Zukunft sind von meiner Vergangenheit geprägt. Davon abzulassen fällt mir schwer, fällt mir wahrscheinlich auch meist gar nicht auf.

Ich sehe was, was du nicht siehst … und das bist du, mit meinen Gedanken, Gefühlen und Intentionen belegt. Dass du vielleicht ein anderer bist, das sehe ich nicht. Dass ich es bin, die sich in dir spiegelt, das glaube ich nicht.

Du siehst etwas, was ich nicht sehe … und das ist eine ganz andere Wahrheit sowie eine Menge an Möglichkeiten, die in jeder Situation gegeben sind.

Die Welt hat wahrscheinlich so viele Wahrheiten, wie sie Menschen hat. Jeder hat seine eigene Sicht der Dinge, eine eigene Art von Wahrheit, die sich im Laufe der Zeit entwickelt hat. Alles was um uns herum passiert, Weiterlesen

Werbeanzeigen

Mein innerer Kritiker

Wer von uns ist selbstkritisch? Mal ganz ehrlich? Hände hoch allerseits! Ich strecke gleich mal beide Arme in die Höhe, denn momentan bin ich wieder einmal mein allergrößter Kritiker. Vielmehr handelt es sich dabei um meinen selbst kreierten inneren Kritiker. Dieser wird vor allem in Zeiten von vermehrtem Stress besonders laut und dann auch immer sehr konsequent. Wahrscheinlich dürfte er ja durchgehend irgendwo in mir anwesend sein, allerdings kann ich ihn in den entspannten Phasen meines Lebens, vor lauter Meeresrauschen und Vogelgezwitscher nie hören. Es ist nun aber wie es ist: derzeit ist er hier und ich kann ihn definitiv hören und sehen. Weiterlesen

Du bist

Du bist tief in mir verwurzelt. Dich zu lieben ist schwerelos. Selbst dunkle Wolken scheinen mit dir hell. Du füllst mein Leben aus, mein Herz. Die schönsten Noten spielst du mit deinem Lachen. Alles wirkt auf einmal sanft und weichgezeichnet. Die Konturen beginnen zu verschwimmen und ich tauche jeden Tag in ein Meer aus Liebe. Zusammen schwimmen wir durch bunte Farben und lassen uns vom Wind tragen. Wir lassen uns von einer Welt verzaubern, die noch nie so schön war, wie seit dem du bist.

Innere Stille

Und plötzlich ist alles still. In mir und um mich herum. Es ist wie wenn man sich nach einem langen Tag auf die Couch legt und die Beine mal so ordentlich durchstreckt. Es ist dieses zufriedene Ausatmen, wenn man einen guten Tag hatte. Es ist wie ein langsam dahin fließender Bach, der einfach nur beruhigend auf einen wirkt.

Immer häufiger spüre ich diese angenehme Ruhe in mir. Selbst wenn es um mich herum stürmt, kommt bei mir nur noch eine leichte Brise durch. Natürlich ist es auch schön auf den Wellen des Lebens mitzureiten und neue Abenteuer zu entdecken, Weiterlesen

Gedanken zu einer neuen Gesellschaft

Die Gedanken mögen vielleicht frei sein, das Tun ist es aber leider nicht. Überall wo man hinsieht gibt es Regeln, Grenzen, Gesetze, die man einzuhalten hat. Alles wird mit einer Bedeutung verbunden, von der man sich nicht abwenden darf. (Selbst die Textzeile „Die Gedanken sind frei“ sind mittlerweile von mehreren Seiten okkupiert worden. Ich nehme mir aber hier die Freiheit, diesen Satz als einfachen Satz zu verstehen ohne jegliche Verbindung zu irgendwem oder -was, denn im Endeffekt sind es nur aneinander gereihte Wörter mit der von MIR gegebenen Bedeutung. Nicht der von anderen.)

Von Kindheit an werden wir in ein gesellschaftlich vorgegebenes Korsett gezwängt. Manche von ihnen werden von äußeren Regelungen und Ansichten sogar dermaßen in diese eingezwängt, dass sie irgendwann daran ersticken. Dabei findet das alles unter gut gemeinten Bedingungen statt. Aber nicht für jeden passt nun einmal der Weg, den ein anderer vorherbestimmt hat.

Macht aber nicht gerade das den Reiz des Lebens aus, ihn selber zu gehen und zu erforschen, anstatt von anderen irgendwohin dirigiert zu werden?

Gewisse Regeln sind gut und vereinfachen das Leben, aber sind wirklich so viele nötig und vor allen Dingen, wer hat das Recht diese zu bestimmen und festzulegen? Die Mehrheit? Die Intellektuellen? Diejenigen die gerade an der Macht sind? Familie und Freunde? Wer sagt, dass diese das Richtige tun? Wir werden immer mehr zu fremdbestimmten Marionetten, denen eigenes Denken und Handeln abgenommen bzw. verboten wird. Die Gesetzbücher werden immer dicker und Vorsichtmaßnahmen, die bei Nichteinhaltung sofort bestraft werden, betreffen mittlerweile so gut wie jede Lebenssituation. Wieso darf ich nicht selbst über mein Leben bestimmen, solange ich niemand anderen damit schade? Ich will nicht in einer Welt voller Schwarz und Weiß mit maximal Grau leben. Ich bevorzuge es lieber bunt und vielfältig. So wie wir Menschen eigentlich sind.

Ich will nicht mehr länger an den Seilen einer bornierten und vor allem überängstlichen Gesellschaft hängen. Ich wünschte mir eine Welt, wo man wieder lernt sich selbst und auch in das Tun der anderen zu vertrauen und in der man so sein darf, wie man in dem Moment seines Lebens eben gerade sein möchte. Langsam beginne ich mich von diesen Fesseln zu befreien und folge meinen eigenen liebevollen Regeln. Lebensansichten anderer lasse ich mir nicht mehr länger überstülpen, denn letztendlich weiß niemand besser darüber Bescheid, was für mich das Richtige ist, als ich selbst. Selbst wenn es sich im Nachhinein als „Fehler“ herausstellen sollte, so bin ich dennoch froh, die Möglichkeit gehabt zu haben, selber entschieden zu haben. Ich nehme diese Erfahrung liebend gern mit und weiß dann bei meinen nächsten Schritten, was ich vielleicht anders machen könnte. Könnte – ist übrigens das Stichwort. Mittlerweile habe ich alle „Sollte“ aus meinem Gedankenvokabular gestrichen und durch das viel bessere „Könnte“ ausgetauscht. Jetzt MUSS ich nichts mehr, sondern jetzt KANN ich alles machen was ich möchte. Die Entscheidung liegt ganz allein bei mir und diese gewonnene Freiheit verleiht mir ein mehr als gutes Gefühl. Jeder der sich mit diesem Unterschied näher beschäftigt, wird es fühlen was ich damit meine.

Ebenfalls befreit habe ich mich von der Annahme für das Tun und Lassen anderer mich verantwortlich zu fühlen. Es ist mir nicht egal, wie es anderen geht. Im Gegenteil, aber genau die gleiche Freiheit und das Vertrauen anderer in mich, welche ich mir von ihnen wünsche, lasse ich ihnen zukommen. Ich bin für sie da, wie auch immer sie sich entscheiden werden und indem ich die Probleme anderer nicht mehr zu meinen Problemen mache und mich vielleicht auch noch einmische, lasse ich uns allen die Freiheit für uns selbst zu bestimmen und den Weg zu gehen, den ein jeder vielleicht eben gehen muss.

Des Weiteren befreit habe ich mich von der Vorstellung der Endgültigkeit, von der Endgültigkeit einer Entscheidung. Egal welche Schritte ich mache, ich habe keine Angst mehr davor, nie wieder aus einer Situation heraus zu kommen. Ganz nach dem Motto: Whatever comes my way – I can handle it! Ich habe das Selbstvertrauen in mich und mein Leben zurück erlangt, in dem ich mittlerweile wieder weiß, dass ich auch schwierige Situationen in meinem Leben meistern kann. Ich kann somit nicht völlig äußere Regeln und Grenzen durchbrechen, aber meine innere Freiheit habe ich mir wieder zurück geholt und diese Freiheit pflege ich mit viel Liebe, damit sie weiter wächst und immer größer wird.

In diesem Sinne, vielleicht keimt demnächst auch bei anderen die Saat der Freiheit … und wächst und wächst zu letztendlich etwas Großem heran …

Wieder einmal Dezember

Es ist wieder einmal Dezember. Doch diesmal ist alles anders. Gut anders. Während sie das Jahr Revue passieren lässt, überlegt sie, wann sie sich das letzte mal so zufrieden gefühlt hatte wie eben jetzt gerade.

Es ist wieder einmal Dezember und diesmal ist alles neu für sie. Es ist nichts im Vergleich zum letzten oder vorletzten Mal. „Diesmal bin ich am Leben“, denkt sie sich. „Ich bin endlich auf dieser Welt, in diesem Leben, angekommen. Ich bin endlich zu Hause.“ Dieses Jahr war ein besonderes Jahr. Sie war das Besondere daran und all die Menschen, die sie endlich um sich herum, hat wahrnehmen können.

Es ist wieder einmal Dezember und vieles hat sich verändert. Vieles erscheint im neuen Licht, nicht nur sie. Auch ihr Umfeld, ihre Wahrnehmung, ihre Momente sind anders. Sie sind heuer etwas ganz Besonderes. Sie entdeckt das Leben endlich ganz neu für sich. Wie jemand der jahrelang geschlafen hat. Wie jemand der endlich aus einem unangenehmen Traum aufgewacht ist.

Es ist wieder einmal Dezember und sie hat sich verändert. Ihre Liebe hat sich verändert. Sie liebt ihr neues Ich, ihre neuen Erfahrungen und sie liebt die Menschen in ihrem Leben. Sie lebt jeden Tag in dem Wissen, aus diesem etwas ganz Besonderes zu machen.

Es ist wieder einmal Dezember und sie lebt und sie liebt – und das für immer anders.

Ich wünsche allen meinen treuen Leserinnen und Leser einen wunderschönen Dezember und gleich schon mal fröhliche Weihnachtstage.

Ballerina des Lebens

2016-05-24 11_28_23-Online Photo Editor _ Pixlr Editor _ Autodesk Pixlr

Ich wünschte ich wäre eine Ballerina – eine Ballerina des Lebens! Mit Grazie und scheinbarer Leichtigkeit könnte ich dann durch den Alltag springen, fantastische Pirouetten zur Ablenkung drehen und vor allem einen Spagat nach dem anderen bewältigen. Vor allem Letzteres würde mir enorm zu Gute kommen, denn unpraktischerweise fällt es mir alles andere als leicht, gewisse Dinge des Lebens miteinander zu vereinen: Die vermeintliche Verantwortung anderen gegenüber und jene harmonische Selbstliebe mir gegenüber. Jene Erwartungen, die täglich von Außen auf mich niederstürzen und jene Erkenntnis, dass es in Ordnung ist seine eigenen Bedürfnisse und Vorstellungen durchzusetzen. Oder sich der sozialen Ordnung wegen an die Gesellschaft anzupassen ohne dabei sich selbst untreu zu werden. Ja, wäre ich eine Ballerina wäre das alles kein Problem mehr und deswegen nehme ich seit einiger Zeit Unterricht. Noch erinnert mein Balletttanz allerdings an alles andere als an Grazie und Leichtigkeit, aber mein Tag wird kommen! Jawohl! Und so dehne, strecke und trainiere ich mich – Tag für Tag und völlig unermüdlich. Denn ich glaube ganz fest daran in absehbarer Zukunft ebenfalls der Riege der athletischen Lebenskünstler anzugehören!

Platz (ge)schaffen

Die Zeit vergeht und sie erkennt immer mehr, wie weit sie doch schon gekommen ist. Mit all dem Anders-Denken und dem Gefühle-Zulassen. Am Anfang war es eigenartig, ja, fast schon völlig fremd. Naja, immerhin war auch sie sich bislang ziemlich fremd gewesen. Ein Etwas in einer Hülle Namens Körper eingepackt. Trotz Raum war kein Platz zum Leben da gewesen. Zu voll war es mit all den ganzen Gedanken und Meinungen um sie herum, die sich letztendlich in ihrem Kopf eingenistet hatten. Wie ein Messie der Gedanken hat sie alles was es gab und auf sie zugekommen ist, wie ein Schwamm aufgesaugt.

Auch jenes was gar nicht für sie bestimmt war. Alles hatte sie aufgelesen und gelagert. Übereinander. Nebeneinander. Jede noch so kleine Lücke hatte sie mit Gedanken gefüllt. Es hatte Jahre – ihr ganzes Leben eben – gedauert, das ganze Gedanken-Chaos in ihrem Kopf zu füllen und nicht nur dort. Bis in die kleinste Zehe hatte sie alles mit Äußerem gepackt gehabt. Platz für Inneres war somit nicht mehr vorhanden gewesen. Aber eines Tages blieb die Zeit stehen. Abrupt – und zwar so plötzlich, dass sie sich nicht mehr festhalten konnte und fiel. All ihre gesammelten Gedanken und Meinungen fielen wie Millionen von Blättern aus ihr heraus. Als sie erwachte fand sie sich begraben unter all diesen Blättern von Alt-Lasten vor. Sie wusste, wollte sie jemals wieder aufstehen, musste sie sich durch diesen Berg durcharbeiten. Zuerst fiel ihr das Wegwerfen mehr als schwer. Sie überlegte Bei jedem einzelnen Blatt lange hin und her, ob sie diesen Gedanken behalten sollte, ihn weiter für richtig halten oder ihn doch lieber frei zu geben. Ihn dorthin zu adressieren, wo er auch wirklich hin gehörte. Mit der Zeit fiel es ihr dann immer leichter schnelle und vor allem für sie richtige Entscheidungen zu treffen. Jenes zu behalten was ihres war und jenes loszulassen, welches sie nicht mehr brauchte, nicht mehr haben wollte. Mittlerweile ist ihr „Zuhause“ kaum wieder zu erkennen. Lichtdurchflutet und „voll“ von Platz zum Atmen und Leben. Es steht ihr wirklich. Es ist ein schönes Gefühl und: sie lässt es zu.

Hausaufgaben des Lebens

Oh Mann, wie die Zeit manchmal verrinnt. Eigentlich unglaublich. 2012 ist auch bald vorbei. Erlebt habe ich schon wieder so viel, dass es eigentlich für mehrere Jahre reichen könnte. Was solls. Das ist nun mal mein Leben und deswegen liebe ich es auch so sehr. Es fordert mich, es verwöhnt mich, es veräppelt mich, es umschmeichelt mich. Aber vor allem glaube ich liebt es mich – auf seine ganz eigene Art und Weise!

Wie dem auch sei, manchmal frage ich mich ob wir hier auf dieser Welt sind um eine ganz persönliche Aufgabe zu lösen. Diese kann ganz spezieller Natur sein und je eher man diese bewältigt hat, umso länger hat man dann Zeit um einfach nur zu leben und Spaß zu haben. So wie bei Schüler, die an ihren Hausaufgaben sitzen. Die kleinen Checker unter ihnen sind schnell fertig und haben noch mehr Zeit zum Spielen danach. Andere wiederum lenken sich ständig selber ab oder quälen sich mit dieser doofen Aufgabe ewig rum. Dass diese dann so gut wie keine Zeit für Freizeit haben ist dann klar und das finden sie dann ebenfalls doof.

Ich bin „erst“ knapp über 30 und ich glaube ich bin gut dabei. Natürlich bin ich Streber und löse ganz nebenher auch noch Zusatzaufgaben. Dafür bekomme ich hoffentlich einen Zusatzstern. Ich liebe nämlich Sterne! Aber vor allem ist das Wichtigste glaube ich – einfach zu leben. Seinen eigenen Weg zu gehen. Auch mal Spaß zu haben. Sich Dinge und vor allem Menschen in seinem Leben suchen, die einem gut tun. Man darf sich ruhig sagen – ohne dabei gleich sozial ungehobelt zu sein – „Nein, diese Person liegt mir irgendwie nicht, den Kontakt lass ich einmal lieber“. Bei anderen, wo man sofort ein gutes Gefühl hat, diese einfach „herzlich willkommen“ heißen. Beziehungsweise werden einem diese Menschen auch irgendwie geschickt, vom Universum wahrscheinlich – von wem auch sonst. Denn es ist wirklich interessant, dass man meistens genau dann neue Menschen kennen lernt, wenn man wiedermal in einer ganz bestimmten Phase seines Lebens steckt. Sich gerade  mit einem Problem rumschlägt, eine ganz eigene Aufgabe zu lösen hat oder auch vor einem Richtungswechsel steht. Selbst jene, die man am liebsten auf den Mond schicken würde, können dabei schon mal helfen, Erkenntnisse für sein weiteres Leben zu erschließen. All zu oft lernt man so oder dank ihnen zumindest mit „unangenehmen“ Situationen besser umzugehen. Aber am allerliebsten sind mir natürlich diejenigen mit denen man einfach eine gute Zeit erlebt.

Ja im Laufe eines Lebens herrscht ein ständiges Kommen und Gehen von Menschen. Manche bleiben länger, manche kürzer und manche bis zum Schluss. Tja und wenn man genau überdenkt hatte jede Person, die einem etwas näher gekommen ist, einem etwas mitgegeben auf seinem Weg. Eine Erfahrung war es auf alle Fälle. Aber ich mach mich jetzt wieder weiter an die Arbeit um aus eben diesen Erfahrungen weiterzulernen. Ich möchte nämlich endlich „spielen“ gehen.

Entschuldigung, wie komme ich an mein Ziel?

Manchmal fühlt man sich im Leben wie in einer fremden Großstadt ausgesetzt. Wird von gehetzten Passanten angerempelt, es ist laut und die Autos rasen an einem vorbei. Selbst steht man mittendrin. Komplett verloren. Wenn man Glück hat, hat man wenigstens ein Ziel oder eventuell auch einen Stadtplan in der Hand.

Klar, man könnte auch einfach mal nach dem Weg fragen. Das hilft einem leider auch nicht immer weiter. Verständigungsprobleme und verschiedene Ansichtsweisen führen dazu, dass die Wegbeschreibung alles andere als klar und nachvollziehbar ist. Denn wie es scheint, spricht jeder seine ganz eigene Sprache und diejenigen, die einen doch verstehen, schlagen einem jedes Mal völlig unterschiedliche Wege vor. Letztendlich steht man dann noch immer da und weiß genauso wenig weiter wie schon zuvor.

Darum sollte man lieber auf sich und sein hoffentlich funktionierendes Bauchgefühl vertrauen. Sich alleine für einen Weg entscheiden und vor allem einfach mal losgehen. Irgendwo kommt man schon hin. Kann sein, dass man sich an der Ausgangsposition wiederfindet, aber dann schlägt man eben einen anderen, neuen Weg ein. Manchmal endet man auch in einer Sackgasse. Hier heißt es erneut umdrehen und neue Wege probieren. Es ist aber ebenfalls gut möglich, sich gleich für den richtigen Weg zu entscheiden. Dabei hat man sich dann eine Menge Zeit und Nerven gespart. Allerdings kann man da schon mal auch tolle Sachen versäumen, solche die einem bei kleinen Umwegen über den Weg laufen würden. Interessante Menschen, witzige Erlebnisse sowie tolle Orte, wo man sich neue Inspirationen holen oder einfach mal auch Kraft tanken kann. Diese Nebenstraßen des Lebens sind definitiv einen kleinen Abstecher wert und wenn man schon mal da ist, warum  sich nicht gleich etwas umsehen?

Ich irre noch immer etwas planlos umher und vergesse vor lauter Eindrücke sammeln, dass ich doch eigentlich wo hin wollte. Zwischendurch ärgere mich dann gerne über vermeintliche Sackgassen und darüber, schon wieder einmal so viel Zeit vertrödelt zu haben. Dennoch, ich gebe nicht auf. Ich gehe und gehe. Setze Markierungen wo ich schon einmal war und wo ich wieder einmal zurück kommen möchte. Setze große Warnschilder dorthin, wo ich auf keinen Fall mehr wieder hingehen sollte. Irgendwann gelange auch ich dann an mein Ziel. Zumindest hoffe ich das! Ich freue mich bereits jetzt schon, wenn ich nach all den Strapazen endlich angekommen bin. Allerdings werde ich gar keine Zeit zum Verschnaufen haben, denn bei meinem Glück finde ich mich schlagartig in einer neuen Großstadt wieder und das Ganze geht von vorne los. Sollte dies der Fall sein, gehe ich allerdings bestimmt nicht mehr alles zu Fuß ab. Das ist schon mal klar. Ich schnappe mir dann einfach ein Rad oder steige in ein Taxi, denn zum Glück lernt man ja jedesmal dazu …