Wenn Teile sich zu einem Ganzen fügen

„Es ist irgendwie ungerecht!“, denkt sie sich und schraubt an ihrer neuen Kommoden weiter. Je tiefer sich die Schraube dreht, umso weiter drehen sich auch ihre Gedanken. „Er kann weiterhin tun und lassen was, wann und vor allem mit wem er will und ich? Wo bleibe ich bei dem Ganzen? Ich kann weder bis in die Morgenstunden fortgehen, mal das eine oder andere Glas Alkohol trinken – geschweige denn mich überhaupt einfach mal betrinken, weil die Woche davor eine reine Katastrophe war und nicht zu vergessen: jemanden Neuen kennen lernen. Du machst das Alles. Du führst dein Leben wie bisher weiter. Bei mir hingegen ist jetzt alles anders.“ Es kommt ihr nämlich vor, als ob ihr Leben sich derzeit in einem Paralleluniversum abspielen würde. Weiterlesen

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Von Männern und Büchern

Ah wie schön – endlich wieder eine Menge Platz in meinen Bett. Ich habe mich –  wieder einmal – von sämtlichen Männern verabschiedet. Sowohl mit Worten (mehr oder weniger), als auch innerlich! Ich bin endlich wieder zur Vernunft gekommen und genieße einfach einmal die ruhigen Tage ohne jegliches Männerchaos. Was bei mir zwar nie lange andauert – die Ruhe meine ich – aber das ist jetzt nebensächlich. Die moderne Single-Frau nimmt sich nämlich gerne hin und wieder eine Auszeit und kostet die Vorteile des Allein-Seins völlig aus. Statt eines männlichen Körpers, liegen jetzt eine Menge Bücher neben mir. Das Bett ist ja auch groß genug. Da macht es nichts aus wenn man die ausgelesenen Schmöker nicht gleich wieder wegräumt. Anders als bei Männern. Obwohl man sie manchmal auch mit Büchern vergleichen könnte. Manche von ihnen sind wirklich spannend, bis zum Schluss. Andere wiederum sind so kompliziert zu lesen, dass man sie gleich wieder weglegt. Einige von ihnen können unsagbar lustig und unterhaltend sein, aber nur so lange bis sie ihre „Witz-Platte“ nicht wieder von vorne laufen lassen. Weitere Exemplare wären zwar wirklich interessant, dafür muss man aber auch in der richtigen Phase seines Lebens stecken um diese gut zu finden. Wie dem auch sei, vom Krimi bis hin zur Liebesstory, mal mit, mal ohne Happy End kann man auch bei Männern alles haben. Aber wie gesagt, das alles brauche ich momentan nicht. Jetzt zelebriere ich fürs erste mein wunderbares Single-Dasein. Dabei kann ich mich voll und ganz auf meine eigenen Sachen konzentrieren und brauche mich nicht mit nervigen Gefühls-Dingen rum zu schlagen. Also, bevor ich wieder das nächste Männer-Kapitel aufschlage, werde ich mich noch einmal in meine Decke kuscheln, meine Arme und Beine ganz weit ausstrecken und den freien Platz so richtig auskosten.

Er steht nicht auf dich! Na und?

Er steht nicht auf dich! Bücher wurden bereits darüber geschrieben und Filme verfilmt. Eine klare Aussage über deren Umstände sich definitiv nicht streiten lässt. Vor allem wenn man den Rubikon namens 30 überschritten hat. Dann ist auch wirklich keine Zeit und bei den meisten auch einfach kein Nerv mehr vorhanden, um sich phantastischen Utopien hinzugeben. Utopien darüber, dass der Mann den man gut findet nach längerer Zeit doch noch seine Liebe für einen entdeckt. Diese unendlichen „Aber vielleicht doch?“ und „Es könnte aber sein“ oder dieses „Ich gebe die Hoffnung nicht auf,  dennich habe schon von dem oder jenen gehört, bei dem dann …“. Alles bloß reine Zeitverschwendung! Wirklich interessant, woher doch immer wieder dieses optimistische Denken bei Frauen herkommt? Liegt es an den Teeniebüchern, die man als heranwachsendes Mädchen gelesen hat? An den ganzen, als romantische Liebeskomödien getarnten, Gehirnwäschen? Oder ist vielleicht doch Greys Anatomie an all der Misere Schuld? Weiterlesen

Single-Drama

Hilfe! Lebensplan außer Kontrolle geraten! Alles dahin, irgendjemand hat da einfach auf Reset gedrückt. Alles gelöscht alles weg. Alles wieder von vorne anfangen.

Wieder Single, wieder völlig hoffnungslos. Ein freudiger Umstand für die Alkohol- und Schokoladenbranche, ein schlechter Umstand für mich und meine Waage. Aber eigentlich kann man sich auch freuen, denn mit zunehmendem Gewicht ist auch ein Shoppingtrip unumgänglich. Denn dass  der Bauchfrei und Wurstpellen-Look „in“ werden, kann ich mir jetzt auch nicht  so wirklich vorstellen. Außerdem sollen Shoppingtrips ja bekanntlich der weiblichen Seele gut tun und ihr Seelenfrieden verschaffen. Ob es helfen wird, man wird sehen. So ist es wenn man die magische „30“ überschritten hat, Auslaufware, schon leicht verblichen und definitiv nur noch die 2. Wahl, wenn überhaupt. Denn die Nachfrage nach „vom Leben gebeutelten-Singles“ ist jetzt nicht wirklich gegeben und diejenigen die sich für diese Alternative entscheiden würden, sind ebenfalls eigentlich Restware, sogar noch viel mehr verzweifelter. Denn für diese muss es doch auch einen Grund haben, warum sie Singles sind. Grob gesagt. Kompromisse eingehen geht hier gleich schon mal in eine Hardcore-Richtung. Haare, Übergewicht, Modestil oder Macken dürfen hier wirklich nicht mehr beachtet werden. Eine über 30-jährige Single Frau kann definitiv keine Ansprüche mehr für sich erheben.

Da für mich das Thema „Beziehung“ sowie alle weitern „Männersachen und -geschichten“ nicht mehr in Frage kommen (zu schmerzhaft und zu aufwendig sind die Trennungen im Nachhinein) bleibt mir das immerhin erspart und Alleineleben ist hier das  für mich perfekte Lösungswort. Stricknadeln, Platzdecken und Eierlikör sind hier bei die Alternativen. Für Hartgesottene vielleicht auch noch Alkoholvergiftung und Raucherlunge, dank harter Partynächte. Vielleicht sollte ich mich für Variante 2 entscheiden. Würde sich mit dem „Spül den ganzen Schmerz und Scheiß mit Alkohol runter“-Gedanken vereinen. Vorratseinkäufe sind hier schon mal vorprogrammiert. Ha, schon wieder das Thema Shoppen, also alles bestens würde ich da mal sagen. Ob Alkohol oder Klamotten, Shoppen bleibt Shoppen. Hauptsache das Geld fließt einem aus der Tasche und das Selbstmitleid in Maßen wieder zurück. Vorratseinkäufe werden auch deswegen schon nötig sein, denn wenn dann schon mal zum Alkoholiker mutiert, dann wird es auch ziemlich schwer zu arbeiten und ergo Geld ran zu schaffen. Anstatt irgendwo hin nach Amerika oder Australien zu fahren bzw. fliegen. kann man da seinen Bausparer auch anderweitig anlegen. Ok, das hört sich jetzt alles ein bisschen düster an, aber meine Damen und Herren, das sind nun mal die Optionen. Schönfärberei würde da einem auch nicht weiterhelfen. Also viel besser sich mit großem Hurra  und Trara ins düstere Leben werfen – ins Endzeitviertel sozusagen, als irgendwann mal aufzuwachen und sich fragen: wie bin ich hier bloß hingekommen? Rauskommen ist im Spielplan des Lebens auch nicht gegeben, deswegen mache ich es mir jetzt schon mal mit einer gehörigen Portion hochprozentigem Realismus gemütlich…..Prost!